Gemeinsam aktiv: Spatenstich für neues Feuerwehrhaus für Berge und Visbeck

Berge. Hier wächst nicht nur etwas zusammen, sondern auch in die Höhe: Der symbolische Spatenstich mit Bürgermeister Christoph Weber sowie weiteren Beteiligten bildete jetzt den Auftakt für den Bau des neuen Feuerwehrhauses für Berge und Visbeck. Das Gebäude wird nach seiner Fertigstellung die dann fusionierte Löschgruppe Berge-Visbeck und ihre Ausrüstung und Fahrzeuge beherbergen.

„Ein funktionierender Brandschutz ist eine der wichtigsten Investitionen, die man für eine funktionierende Infrastruktur vor Ort tätigen kann“, sagt Bürgermeister Christoph Weber. Gleichzeitig würdigt er das ehrenamtliche Engagement der Aktiven in der Freiwilligen Feuerwehr: „Hier setzen sich Bürger für Bürger ein, wenn sie in Notsituationen sind – das verdient allerhöchsten Respekt.“

Das neue Feuerwehrhaus am Ortsausgang von Berge in Richtung Visbeck ersetzt die in die Jahre gekommenen Feuerwehr-Gebäude in den beiden Ortsteilen. Denn: Sowohl baulich wie auch einsatztechnisch haben sich die Ansprüche an moderne Feuerwehr-Arbeit verändert. Ganz augenscheinlich wird das bei aktuellen Löschfahrzeugen, die mit ihren Abmessungen nicht mehr in Fahrzeughallen passen, die vor Jahrzehnten gebaut wurden. Aber auch die rechtlichen Vorgaben für Arbeitsschutz, Sanitärbereiche und Lager-Technik haben sich verändert.

Das neue Feuerwehrhaus wird diesen Ansprüchen gerecht werden. Projektleiterin Laura Störmann vom Büro Weicken Architekten aus Unna erläutert, dass das Gebäude mit einer Grundfläche von 885 Quadratmetern neben zwei Hallenplätzen die erforderlichen Räume für Personal, Verwaltung, Fortbildung und Logistik enthält. IM Außenbereich entstehen ein Waschplatz sowie Stellplätze für die Aktiven der Löschgruppe. Neben der Fahrzeughalle ist eine Erweiterungsoption vorgesehen – aktuell ist dort ein Carport geplant. Schulungsräume wird es zum einen für die Löschgruppe, aber ebenso für die Jugendfeuerwehr geben.

Das eingeschossige Gebäude in Hybridbauweise „wird in sich autark sein“, erklärt Hubertus Schemme vom Fachbereich Infrastruktur der Stadt Meschede. Photovoltaik-Module auf dem Dach werden nicht nur eine Wärmepumpe speisen, sondern sie sollen auch genug Energie für alle anderen Stromverbraucher im Gebäude erzeugen. Eine weitere Besonderheit: Mit dem Bau des Gebäudes wendet die Kreis- und Hochschulstadt Meschede zum zweiten Mal ihre Grundsatzplanung für neue Feuerwehrhäuser an, erläutert Lukas Stentenbach, Leiter des Fachbereichs Ordnung – „nach dem Vorbild des Feuerwehrhauses Calle-Wallen“. Erarbeitet wurde das Musterhaus-Konzept gemeinsam von der Stadtverwaltung Meschede, der Freiwilligen Feuerwehr und dem Büro Weicken Architekten. Der Vorteil: „Auf diese Weise verkürzen und vereinfachen wir Planungszeiträume und schaffen einheitliche, moderne Standards im Stadtgebiet“, so Lukas Stentenbach.

Doch nicht nur baulich tut sich etwas: Auch die beiden Löschgruppen aus Berge und Visbeck haben sich auf den Weg zu einer gemeinsamen Einheit gemacht. Alles freiwillig, ohne Druck und transparent gegenüber allen Kameradinnen und Kameraden, betonen der Berger Löschgruppenführer Steffen Berels und Alexander Vitt, stv. Löschgruppenführer in Visbeck. „Wir arbeiten schon mehrere Jahre an der Zusammenlegung“, betont Steffen Berels. Damit werde dann organisatorisch ein Schritt vollzogen, der in der Feuerwehr-Arbeit schon lange gelebt werde. Denn sowohl bei Ausbildung, Übungen und Einsätzen arbeiten die beiden Löschgruppen bereits seit langem eng zusammen – genau so wie Vereine und andere Organisationen in Berge und Visbeck. Steffen Berels: „Wir fahren auch jetzt schon zusammen in Einsätze – demnächst dann von einem Standort.“ Nicht nur einsatztechnisch, sondern auch symbolisch sei der gewählte Standort zwischen Berge und Visbeck gut gewählt, sind sich die beiden Feuerwehr-Aktiven einig.

Voraussichtlich im vierten Quartal 2027 soll das neue Feuerwehrhaus in Dienst gestellt werden. Die Kreis- und Hochschulstadt Meschede rechnet für das gesamte Projekt mit Baukosten von rund 4,0 Millionen Euro.