In Meschede wird Kunst lebendig - im öffentlichen Raum begegnen uns Werke, die zum Staunen und Nachdenken anregen. Erleben Sie die vielfältigen Kunstinstallationen, die unser Stadtbild prägen und neue Perspektiven eröffnen.
In Meschede wird Kunst lebendig - im öffentlichen Raum begegnen uns Werke, die zum Staunen und Nachdenken anregen. Erleben Sie die vielfältigen Kunstinstallationen, die unser Stadtbild prägen und neue Perspektiven eröffnen.
Künstlername: Villa Künstlerbunt
Informationen zum Künstler: Aus dem Zusammenschluß einiger Mescheder Künstler entstand im Sommer 2001 die Idee zum Kulturprojekt "Villa KünstlerBunt". Die Bezeichnung dieses Projekts wurde angeregt durch Astrid Lindgrens "Villa Kunterbunt". Die Künstler wollen so ihren Wunsch zum Ausdruck bringen, dass die "Villa" ein Ort für lebhaftes kulturelles Treiben ist. (Quelle: www.villa-kuenstlerbunt.de)
Entstehungsdatum: 2010
Materialien: Eichenholzbalken aus einem alten Fachwerkhaus
Größe: Über ein Dutzend Skulpturen, 1,50 bis 2,00 m hoch, 15 - 20 cm breit
Finanzierung: u.a. aus Landesmitteln für das Projekt aufruhr, Eigenmitteln der Stadt Meschede und Mitteln aus der Jubiläumsstiftung der Sparkasse Meschede, unterstützt durch die Bauschlosserei Rickes.
Ausführende Firmen: Gießen des Betonfundaments durch Baubetriebshof der Stadt Meschede
Ist das Werk auf Dauer aufgestellt? Ja, allerdings ist auch der Verfall Thema des Werks, wie die Natur den einst kulturell (Hausbau), dann künstlerisch genutzten Holzbalken zurückerobert.
Gibt es besondere Gründe für die Wahl des Aufstellungsortes? Im Rahmen des aufruhr-Projektes wurde vom Land NRW "Kunst am Ruhrtalradweg" gefördert. Der Skulpturenpark unter dem Motto “Grenze, Grenzüberschreitung, Gemeinsamkeiten” steht an diesem Ort auch für die Sauerländer Gemeinsamkeiten der vier aufruhr-Städte - jenseits vom Kirchturmdenken.
Künstlername: Werner Klenk
Informationen zum Künstler: Freischaffender Bildhauer und Glasgestalter (www.klenk-bildhauer.de)
Entstehungsdatum: 1991
Material: Bronze
Ist das Werk auf Dauer aufgestellt?: Ja
Gibt es besondere Gründe für die Wahl des Aufstellortes? Ja, da der historische Stiftsplatz als "Wiege Meschedes" gilt und früher einmal den Friedhof der Stadt beherbergte.
Beschreibung und Hinweise zur Interpretation:
Quelle: Flyer: Brunnen auf dem Stiftsplatz in Meschede
Den neuen Brunnen auf dem Stiftsplatz in Meschede hat der Bildhauer Werner Klenk mit einer Statue gekrönt, die besondere Bedeutung für die Geschichte Meschedes hat. Es ist Emhildis, die Gründerin des Mescheder Damenstiftes. Auf ihrer Linken trägt sie ein Modell der alten vorromanischen Stiftskirche. Der Stab weist sie als Äbtissin aus.
(…) Der Brunnen gliedert sich um eine Mittelsäule vertikal und horizontal in fünf Ebenen bzw. Bereiche: Auf einem Basisteil ruht ein mächtiger, drehbarer Ring mit fünf Figurengruppen. Das Brunnenbecken wird aus fünf tierkopfartig gestalteten Wasserspeiern gespeist. In zwei Rinnsalen, die Henne und Ruhr versinnbildlichen könnten, läuft es wieder nach unten ab. Aus dem Wasserbecken erheben sich fünf jeweils in zwei Tafelbänder gegliederte Reliefsegmente. Mit szenischen und symbolischen Elementen hat der Bildhauer Ereignisse und Entwicklungen Meschedes in der Geschichte verlebendigt: 1. Kirchliches Leben, 2. Geschichtliche Streiflichter, 3. Wirtschaftliche Entwicklung, 4. Die neueste Zeit, 5. Alltagsleben - Feste - Bräuche. Die beiden Tafeln der einzelnen Segmente sind inhaltlich miteinander verbunden und gestalterisch mit Durchbrüchen zueinander geöffnet.
(…) In den Figuren des drehbaren Teiles kann der Betrachter die ganz kleine "Welt" eines jeden Menschen, die Phasen seiner Entwicklung und Reifung nacherleben: Die Zeiten des Spielens, des Lernens, des Schwärmens und sich Verliebens, der Verantwortung und des Abschiedsnehmens.
Künstlername: Walter Schneider
Informationen zum Künstler: Freischaffender Metallgestalter (www.atelier-schneider.com)
Entstehungsdatum: 1997
Material: Bronze
Ist das Werk auf Dauer aufgestellt? Ja
Beschreibung und Hinweise zur Interpretation: Walter Schneider aus Heiminghausen schuf im Jahr 1997 die Skulpturengruppe "Begegnungen" vor dem Hauptgebäude der Sparkasse. Vier Figuren aus Bronze gruppieren sich um eine Akazie. Ruhende und Bewegung andeutende Figuren auf Bänken, die Besucher zum Ausruhen und zur Begegnung einladen.
Künstlername: Künstlerpaar Busse-Schenk
Entstehungsdatum: 2021
Material: Edelstahl
Finanzierung: Durch verschiedene Sponsoren
Ist das Werk auf Dauer aufgestellt?: Ja
Gibt es besondere Gründe für die Wahl des Aufstellungsortes? Das Hennetor bildet ein Bindeglied von der aufgedeckelten Henne am Winziger, über den Henneboulevard, bis zur Himmelstreppe am Hennesee. Und da zur Henne natürlich auch Wasser gehört, fließt über die Edelstahlplatte, in der Mitte der Skulptur, ein „Wasservorhang“.
Beschreibung und Hinweise zur Interpretation: Im Rahmen der Neugestaltung der Mescheder Fußgängerzone ist zur Attraktivitätssteigerung des Standortes die Idee entwickelt worden, eine Skulptur entstehen zu lassen. Gemeinsam mit Sponsoren hat die Bürgerstiftung Meschede diese Idee aufgegriffen und vorangetrieben. Entwickelt wurde die Edelstahl-Cortenstehle von dem Künstlerpaar Busse-Schenk aus Visbeck. Ziel ist es, dass Sie zum neuen Aushängeschild im Zentrum von Meschede werden soll. Zwischenzeitlich wurde das Hennetor auf dem Kaiser-Otto-Platz aufgebaut und zieht die Blicke der Bürger auf sich.
Künstlername: Eugen Senge-Platten
Entstehungsdatum: 1963
Material: rötlicher Tuffstein
Ist das Werk auf Dauer aufgestellt? Ja
Beschreibung und Hinweise zur Interpretation: Das freiplastische Bildwerk mit separat gearbeiteter Plinthe zeigt ein niederbrechendes Pferd. Während der Hinterleib des Tieres noch mit durchgedrückten Läufen aufrecht steht, ist das Pferd in den Vorderläufen niedergebrochen. Sein Kopf liegt auf der linken Seite und ruht auf einem Gesteinskissen. Das sichtbare Ohr ist als lanzettförmige Mulde ausgebildet, das Auge hat die Form eines runden Hohlspiegels, die Nüstern sind wie eine hohle Viertelkugel geformt. Das rechteckige Maul ist geöffnet. Die als viereckiger Kamm gestaltete Mähne verläuft im Schwung bis zum breitflächigen Rückrat. Die Unterschenkel der Vorderläufe sind unterhalb der Kniegelenke einwärts gebogen. Die Hufe sind durch Verdickungen angedeutet. Bewusst ist die Tierdarstellung auf eckige, geometrische Formen zurückgeführt, die Gestalt stark abstrahiert.
Die kantigen Formen des Steins und seine gespitzte Oberfläche lassen den Kontrast zwischen der Kraft des Tieres und seinem unvermittelten Sturz noch deutlicher werden und beschränken die Aussage auf das Wesentliche, das Niederbrechen. Der Kopf ist auf einen Stein wie auf einen Opferaltar gelagert. Die Darstellung verweist auf das Aussterben des Pferdes als Nutztier bei der Personen- und Lastenbeförderung.
Künstlername: Jürgen Suberg
Informationen zum Künstler: Freischaffender Maler und Bildhauer (www.kunstatelier-suberg.de)
Entstehungsdatum: 1986
Material: Bronze
Größe: 2,50 - 4,50 Meter
Finanzierung: Honsel-Werke
Ist das Werk auf Dauer aufgestellt?: Ja
Künstlername: Prof. Heinz-Günter Prager
Entstehungsdatum: 1990
Material: Stahl
Größe: ca. 7 Meter
Gibt es besondere Gründe für die Wahl des Aufstellungsortes?
Quelle: https://nrw-skulptur.net/skulptur/im-dreieck/
Die aus vier Stahlelementen bestehende Arbeit Hans Günter Pragers nimmt Bezug auf das Bauwerk des Amtsgerichts, vor dem es errichtet ist. Der mit geometrischen Grundformen arbeitende Künstler greift die Formen und Proportionen des dreieckigen Giebels mit seinem Rundbogenfenster auf und variiert sie. Drei aufrecht stehende Stahlplatten bilden ein offenes Dreieck, eine kreisrunde Platte liegt mit einer Seite auf dem Boden und mit der anderen auf einem der Rechtecke auf und bildet so ein verbindendes Element. (Quelle: https://nrw-skulptur.net/skulptur/im-dreieck/)
Beschreibung und Hinweise zur Interpretation:
Quelle: https://nrw-skulptur.net/skulptur/im-dreieck/
Die minimalistischen Skulpturen Pragers kalkulieren immer auch die Reaktionen des Betrachters ein: Die Aufmerksamkeit wird geweckt durch ihren scheinbar zufälligen, immer auch etwas instabil wirkenden Charakter. So wird durch die formale Verbindung mit dem Gebäudegiebel der Eindruck von etwas Herabgefallenem, wie zufällig Hingeworfenem erzeugt. Der Betrachter wird dazu angeregt, die Skulptur aus den verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, aus denen sich unterschiedliche Ansichten ergeben. Er wird aufgefordert, die einzelnen Elemente zueinander in Beziehung zu setzen, vielleicht sogar gedanklich andere Konstruktionsmöglichkeiten durchzuspielen. Auf diese Weise wird er an dem Werk aktiv beteiligt.
Künstlername: Richard A. Cox
Entstehungsdatum: 2008
Material: Aluminium
Finanzierung: Honsel AG
Ist das Werk auf Dauer aufgestellt?: Ja
Beschreibung und Hinweise zur Interpretation: Skulptur 100 Jahre Honsel
Künstlername: Susanne Klinke und Ernst Köster
Informationen zum Künstler:
- Susanne Klinke: Lehrerin an der St. Walburga Realschule
- Ernst Köster: Freischaffender Künstler
Entstehungsdatum: 1986
Material: Weiße Farbe
Größe: 2,50 - 4,50 Meter
Finanzierung: u.a. aus Landesmitteln für das Projekt aufruhr
Ist das Werk auf Dauer aufgestellt?: Ja
Gibt es besondere Gründe für die Wahl des Aufstellungsortes? Im Rahmen des aufruhr-Projektes wurde "Kunst am Ruhrtalradweg" vom Land NRW gefördert. Die Zeilen von der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848) spiegeln diese ganz eigene Verbindung von Kultur und Natur.
Beschreibung und Hinweise zur Interpretation:
Quelle: www.aufruhr-sauerland.de
Auf dem RuhrtalRadweg zwischen Bestwig und Arnsberg begegnen dem Radler Schriftzüge, fragmentarische Sätze ohne Anfang und Ende. Weiße Schreibschrift auf Asphalt oder Beton, aufgetragen wie Verkehrshinweise auf Straßen. Die Buchstaben sind groß genug, um sie mühelos zu lesen, doch dehnen sich die Worte und unvollendeten Sätze meterweit in die Länge, als Ganzes kaum wahrnehmbar. Unerwartet liest sich die auf den Weg gemalte Schrift beiläufig Stück für Stück, man schnappt einzelne Worte oder Satzfragmente auf: Zitate aus dem Werk der Annette von Droste-Hülshoff auf dem RuhrtalRadweg.
Künstlername: Carly Schmitt
Entstehungsdatum: 2024
Beschreibung und Hinweise zur Interpretation:
Quelle: Musterstadt Meschede – Carly Schmitt
Ein Original-Kunstwerk, das von der Stadt Meschede (Deutschland) in Auftrag gegeben wurde und im Jahr 2024 auf den städtischen Stromkästen reproduziert werden soll.
Dieses Kunstwerk (Papiercollage) verwendet verschiedene bunte Muster, die in der Stadt gefunden und direkt von den Bürgern erworben wurden, um die Vielfalt dieser Gemeinschaft zu veranschaulichen. Die Muster, die für die Gestaltung markanter Gebäude wie Gotteshäuser, Schulen und Regierungsgebäude verwendet werden, stammen in der Regel direkt von diesen spezifischen Orten. Andere Muster wie türkische Mosaike, schottische Tartans, vietnamesische Stickereien und verschiedene Stoffmuster finden sich in den Wohnungen, Geschäften und Schränken der Mescheder Bürger.