Nutrias leben am Ruhrufer in Meschede. Es kommt leider vor, dass die Nagetiere mit Bioabfällen gefüttert werden. Nutrias sind eine invasive Art und dürfen weder mit Küchenabfällen noch mit anderem Futter gefüttert werden. Die Stadt Meschede fordert daher alle Bürgerinnen und Bürger auf, die Tiere nicht zu füttern – vor allem nicht mit Biomüll.
Die Nutria, auch Sumpfbiber oder Biberratte genannt, ist ein ursprünglich in Südamerika beheimatetes Nagetier aus der weiteren Verwandtschaft der Meerschweinchen und Wasserschweine. Die Nutria hat einen runden Schwanz und wird bis zu 70 Zentimeter lang. Sie ist ein Wassertier, das sich immer in oder in der Nähe von Gewässern aufhält. Nutrias ernähren sich rein pflanzlich, von Wasserpflanzen oder von der Ufervegetation. Sie sind sowohl nacht- als auch tagaktiv. Die Tiere graben Bauten in die Uferböschung oder bauen Nester aus pflanzlichem Material, in denen die Wohnkammer liegt.
In den vergangenen Jahren haben die Nutrias im Hochsauerlandkreis viele Bereiche an und im Umfeld von stehenden und fließenden Gewässern besiedelt. Die Populationsdichte wird vor allen Dingen durch die Witterung und menschliche Einflüsse (Füttern und Jagd etc.) beeinflusst. Die genaue Anzahl lässt sich nicht bestimmen. Da die Bestände auch durch die Fütterung der Tiere reguliert werden können, ruft die Untere Naturschutzbehörde explizit dazu auf, die Tiere nicht zu füttern. Auch wäre es wünschenswert, das Füttern anderer Tiere an den Gewässern zu unterlassen, unter anderem damit Nutrias sowie Ratten keine Reste finden.
