Neues Kunstrasen-Großspielfeld soll am Mescheder Dünnefeldweg entstehen

Meschede. Ein modernes Kunstrasen-Großspielfeld soll am Mescheder Dünnefeldweg an die Stelle des maroden Naturrasens treten: Das jedenfalls schlagen die Mitglieder des Ausschusses für Generationen, Bildung, Freizeit und Soziales einstimmig dem Mescheder Stadtrat vor. In der jüngsten Sitzung des Gremiums wurde jetzt das Projekt vorgestellt.

Hintergrund: Es gebe in der Kernstadt Meschede drei Fußballvereine mit zahlreichen aktiven Jugend- und Seniorenmannschaften, erläuterte Gisela Bartsch, Leiterin des Fachbereichs Generationen, Bildung und Freizeit. Hinzu kommt noch die Torfabrik Meschede, die als Angebot speziell für Menschen mit Handicap einen besonderen Beitrag zur Inklusion leistet. Für die Bedarfe all dieser Vereine gibt es dagegen nur einen ganzjährig bespielbaren Kunstrasenplatz. Der Fußballplatz am Schederweg sei unbespielbar und werde als Ablageplatz für den Umbau der benachbarten Hauptschule genutzt; der Naturrasen im Dünnefeld in einem derart desolaten Zustand, dass dort keine Spiele stattfinden können. Demgegenüber erfülle der organisierte Vereinssport eine wichtige soziale, gesundheitliche und integrative Funktion. Gisela Bartsch: „Die derzeitige Sportplatzsituation erschwert jedoch eine verlässliche und nachhaltige Ausübung des Fußballsports für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.“

Die Lösung soll nun ein weiteres Kunstrasen-Großspielfeld im Dünnefeld sein – Nicolas Schulte vom Ingenieurbüro Schmidt stellte in der Ausschusssitzung das Vorhaben vor. Das Spielfeld des bisherigen Naturrasens soll dabei in Richtung der vorhandenen Sitztribüne verschoben werden – auf diese Weise wird Fläche gewonnen, die künftig für andere Zwecke zur Verfügung stehen kann. Mit einer Brutto-Abmessung von 104 x 67 Metern entspricht das Spielfeld der Größe für den überkreislichen Spielbetrieb; der Kunstrasen mit Sand-/Korkverfüllung hat eine FIFA-Zertifizierung.

Neben den weißen Markierungen für den Senioren-Spielbetrieb wird es auf jeder Platzhälfte angedeutete Jugendlinierungen geben. Zwei fest eingebaute Senioren-Tore sind ebenso eingeplant wie zwei mobile Senioren-Tore sowie vier mobile Jugend-Tore. Um das Spielfeld soll es einen Pflasterweg geben; die Anlage erhält eine 6-Mast-Flutlicht-Anlage mit LED-Technik. 

Inklusive der Planer- und Gutachterkosten soll das Projekt rund 1,78 Mio. Euro kosten. Problem: Im aktuellen Doppelhaushalt sind lediglich gut 1,2 Mio. Euro eingeplant. Deshalb schlägt die Stadtverwaltung dem Stadtrat vor, so genannte „überplanmäßige Mittel“ in Höhe von 570.000 Euro bereitzustellen. Gegenfinanziert wird diese Summe aus Mehreinzahlungen bei der allgemeinen Investitionspauschale sowie Minderauszahlungen beim Eigenanteil für den Gigabitausbau.

Das Nutzungsentgelt soll 15 Euro je Nutzungseinheit von 1,5 Stunden betragen – aus Sicht der Stadtverwaltung ein maßvolles und verhältnismäßiges Entgelt, das sowohl die Gleichbehandlung mit bestehenden Sportstätten als auch die finanzielle Leistungsfähigkeit der Vereine berücksichtigt.

Einstimmig befürworteten die Mitglieder des Ausschusses für Generationen, Bildung, und Soziales das Projekt und richteten eine entsprechende Beschlussempfehlung an den Stadtrat, der voraussichtlich in seiner Sitzung am 19. März eine endgültige Entscheidung treffen wird.