Meschede. Damit junge Menschen mitmachen können, um ihre Stadt Meschede für alle Generationen zu gestalten und weiterzuentwickeln, gibt es den Jugendrat. Seit 2023 bringen sich hier Jugendliche ein, entwickeln Ideen, lernen demokratische Prozesse kennen und übernehmen Mitverantwortung für ihre Stadt. Ab dem 1. Januar 2027 steht Johannes Eickelmann den jungen Menschen im Stadtgebiet dafür als Ansprechpartner und Begleiter zur Verfügung.
Er würde damit Christopher König ablösen, der nach vier Jahren die Projektbegleitung abgibt. Auch weiter werden aber Information, Aktivierung und Begleitung von Jugendlichen und die Einladung zum Mitmachen in Meschede im Mittelpunkt stehen. Dafür bringt Johannes Eickelmann aus Calle jede Menge Erfahrung mit – nach seiner Ausbildung zum Bachelor für Soziale Arbeit hat er sowohl im Familienbüro in Arnsberg als auch als Streetworker gearbeitet. Er war Dekanatsreferent für Jugend und Familie und ist zurzeit Fachleitung für ambulant betreutes Wohnen in Meschede beim Sozialwerk St. Georg.
Sein Vorgänger Christopher König zog eine positive Bilanz des bisherigen Projektverlaufs: „Der Jugendrat ist aktiv in der öffentlichen Wahrnehmung angekommen.“ Sein Ziel: „Jugendliche raus aus dem Meckern und rein in die konstruktive Arbeit bringen.“ Dafür besucht der Projektleiter zu Beginn eines Schuljahres im Herbst alle 8. Klassen im Stadtgebiet. Von allen Schülerinnen und Schülern aus dieser Klassenstufe wird anschließend der Jugendrat gewählt, der Ideen entwickelt und die Interessen der Jugendlichen gegenüber der Kommunalpolitik vertritt.
Als Projektbegleiter sei seine Aufgabe stets eine Art „Übersetzen“ gewesen, so Christopher König – und zwar die Ideen und Initiative der Jugendliche in die politischen Prozesse von Rat und Ausschüssen zu „übersetzen“. Das diene auch dazu, realistische Vorstellungen und Ziele auf beiden Seiten entstehen zu lassen: „So entstehen Ideen im Dialog.“ Christopher König: „Junge Leute zu beteiligen ist Demokratiearbeit und bringt sie weg von den Rändern.“
Einstimmig haben die Mitglieder des Ausschusses für Generationen, Bildung, Sport und Freizeit sowie des Stadtrates beschlossen, Johannes Eickelmann zum Nachfolger von Christopher König zu benennen. Mitte 2028 soll er Stadtrat dann erneut über den aktuellen Stand des Beteiligungsprozesses informiert werden und dann über den weiteren Umgang mit dem Projekt entscheiden.
