Meschede. Der Ruhrverband hat damit begonnen, das Kanalnetz im südwestlichen Innenstadtbereich von Meschede der jährlichen Routineinspektion zu unterziehen. Die Arbeiten finden im Bereich südlich der Ruhr statt und werden voraussichtlich bis Mitte nächsten Jahres dauern. Die Untersuchung im Rahmen der Verordnung zur Selbstüberwachung von Abwasseranlagen (Selbstüberwachungsverordnung Abwasser – SüwVO Abw) umfasst etwa 25 Kilometer öffentliche Kanalisation einschl. der Grundstücksanschlussleitungen und dient der langfristigen Sicherung der Betriebsfähigkeit der städtischen Abwasserinfrastruktur.
Zu Beginn der Arbeiten werden sämtliche Schächte und Leitungen mit einem Spülwagen gereinigt, um eine optimale Sicht auf mögliche Schadstellen zu gewährleisten. Anschließend wird das Kanalnetz mit einer fahrbaren Kamera untersucht. Der Kamerawagen fährt durch die Kanäle und erstellt detaillierte Aufnahmen, die im Nachgang ausgewertet werden. Bei etwaigen Mängeln oder Abnutzungen können so erforderliche Instandsetzungsmaßnahmen geplant werden.
Die Arbeiten finden großenteils unterirdisch statt und werden daher voraussichtlich nur zu kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen an den Schachteinstiegen führen. Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer im betroffenen Gebiet werden von den Arbeiten in der Regel nicht beeinträchtigt, sofern die Abwasserleitungen auf ihrem Grundstück ordnungsgemäß installiert sind.
Sollten sich bei den Inspektionsfahrten der Spezialkamera Hinweise auf reparaturbedürftige Schäden ergeben, kann es in der Folge zu umfangreicheren Bauarbeiten kommen, die je nach Lage und Ausführungsart auch Auswirkungen auf den Straßenverkehr haben können. Der Ruhrverband bittet um Verständnis für etwaige Beeinträchtigungen.
