Meschede. Ein regelmäßiger und offener Austausch gehört für den Seniorenbeirat der Stadt Meschede und Bürgermeister Christoph Weber seit Jahren zur gemeinsamen Arbeit. Bei der jüngsten halbjährlichen Gesprächsrunde im Rathaus kamen erneut Vertreterinnen und Vertreter des Seniorenbeirats, der Bürgermeister und die Stadtverwaltung zusammen. Eingeladen waren wie gewohnt auch alle interessierten Seniorinnen und Senioren aus dem Stadtgebiet.
„Der regelmäßige Austausch mit dem Seniorenbeirat ist für uns sehr wertvoll. Die Mitglieder bringen die Perspektive älterer Menschen unmittelbar in die Diskussion ein und geben wichtige Impulse für unsere Arbeit“, betonte Bürgermeister Christoph Weber. „Gerade bei Themen, die viele Generationen betreffen, ist es wichtig, miteinander im Gespräch zu bleiben und unterschiedliche Sichtweisen zusammenzubringen.“
Gemeinsam über die Entwicklung Meschedes sprechen
Ein Schwerpunkt war die künftige Entwicklung der Stadt. Diskutiert wurden unter anderem das Einzelhandelskonzept und Möglichkeiten zur weiteren Belebung der Innenstadt sowie die Stadtstrategie und das städtebauliche Entwicklungskonzept. Auch Fragen der Infrastruktur und Digitalisierung standen auf der Tagesordnung. Dabei ging es unter anderem um den weiteren Glasfaserausbau und die Frage, wie digitale Angebote möglichst vielen Menschen zugänglich gemacht werden können.
Windenergie: Austausch über Chancen und Auswirkungen
Ausführlich diskutierten die Beteiligten den weiteren Ausbau der Windenergie. Der Seniorenbeirat sprach sich für eine stärker fokussierte Auseinandersetzung mit Themen wie Umweltverträglichkeit, Lärmschutz und Akzeptanz in der Bevölkerung aus.
Bürgermeister Weber machte deutlich, dass die Stadt bei der weiteren Entwicklung unterschiedliche Interessen miteinander in Einklang bringen müsse: „Wir brauchen erneuerbare Energien, aber ohne die Lebensqualität der Anwohner zu gefährden. Eine realistische Planung mit transparenten Informationsprozessen ist unser Ziel.“
Medizinische Versorgung bleibt wichtiges Thema
Großen Raum nahm die medizinische und soziale Versorgung ein. Insbesondere der zunehmende Ärztemangel und die Sicherstellung einer guten Notfallversorgung beschäftigen den Seniorenbeirat und die Stadt gleichermaßen. Im Mittelpunkt stand dabei erneut die Frage nach der künftigen Notfallversorgung am St. Walburga-Krankenhaus. Die Ratsfraktionen in Meschede und der Seniorenbeirat setzen sich seit Längerem dafür ein, eine Notdienstpraxis unmittelbar am Krankenhaus anzusiedeln. Auch eine Unterschriftenaktion wurde hierzu durchgeführt.
Die Entscheidung über die konkrete Ausgestaltung der ambulanten Notdienststrukturen liegt allerdings nicht bei der Stadt Meschede, sondern bei der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Ob am Krankenhaus künftig ein sogenannter „gemeinsamer Tresen“ mit angegliederter Notdienstpraxis eingerichtet wird, soll nach der derzeit vorgesehenen Reform der Notfallversorgung im weiteren Verfahren durch das Land NRW und die KVWL entschieden werden.
Dialog wird fortgesetzt
Für Bürgermeister und Seniorenbeirat steht fest: Der Austausch soll fortgesetzt werden. Die halbjährlichen Gesprächsrunden bieten die Möglichkeit, aktuelle Entwicklungen frühzeitig anzusprechen, Fragen zu klären und Perspektiven zusammenzuführen. „Nur gemeinsam finden wir tragfähige Lösungen, die unsere Stadt nachhaltig stärken“, so Christoph Weber. Er dankte dem Seniorenbeirat für die konstruktive Zusammenarbeit und die Anregungen aus Sicht der älteren Generation.
Mit Blick auf die anstehenden Neuwahlen des Seniorenbeirats im November wirbt das Gremium um Unterstützung und Beteiligung. Interessierte Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen. Die Listen liegen vom 5. Oktober bis zum 30. Oktober 2026 im Bürgerbüro der Stadt Meschede aus.
