Meschede. Hier ist ein Ort entstanden, der jungen Menschen nicht nur Wissen und Fähigkeiten vermittelt, sondern entscheidende Impulse auf dem Weg zu einem selbstständigen Leben mitgeben kann: Mit einer Feierstunde samt Schulfest wurde in Meschede die „neue“ St.-Walburga-Hauptschule eröffnet. Und wenn es nach den ersten Eindrücken von Schülerschaft und Lehrerkollegium geht, ist hier ein echtes Zukunftsprojekt für den Bildungsstandort Meschede entstanden.

Das Attribut „neu“ ist dabei für das Schulgebäude, das eigentlich aus den 1950-er Jahren stammt, keinesfalls eine Übertreibung. Durch den umfassenden Umbau hat die Schule einen völlig neuen Charakter bekommen – und Schüler- wie Lehrerschaft vor die Herausforderung einer echten „Eingewöhnung“ gestellt. Der eingeschossige Flachbau, der früher die beiden Gebäuderiegel der Hauptschule verbunden hatte, ist einem modernen Eingangsbereich sowie zweigeschossigen Baukörper gewichen, der Lehrerzimmer und die neuen Fachräume wie Werkraum, Lehrküche, Chemie/Physik, Informatik/Robotik sowie Kunst/Textil beherbergt.

Auch die beiden Gebäuderiegel mit den Klassenräumen wurden komplett umgestaltet. Die gesamte Schule präsentiert sich hell und lichtdurchflutet. Das Gebäude erfüllt energetisch den KfW55-Standard. Das Beheizen erfolgt über Deckenstrahlheizungen, die ihrerseits von einer Wärmepumpe gespeist werden. Sie bezieht ihre Energie aus einer Photovoltaikanlage auf dem Schuldach. Insgesamt rund 18 Mio. Euro hat die Stadt Meschede an dieser Stelle investiert – und damit eines der größten Projekte der vergangenen Jahrzehnte auf die Beine gestellt.

Neben einem modernen und attraktiven Gebäude ist auf diese Weise ein sehr ansprechendes Ambiente für Lernen und Leben geschaffen worden, das mit moderner Pädagogik kombiniert wird. „Frau Lehmenkühler, die neue Schule sieht aus wie ein amerikanisches College“, zitierte Schulleiterin Steffi Lehmenkühler die begeisterte Reaktion einer Schülerin. Deutlich „handfester“ sind dagegen andere Pluspunkte, welche die Schulleiterin in ihren Begrüßungsworten vorstellte: Automatische Sonnenrollos für ein angenehmes Klima in immer heißeren Sommern, in allen Klassen sind digitale Tafeln vorhanden. In allen Jahrgangsstufen gibt es durch Förderräume die Möglichkeit zu differenziertem Lernen. Auf tollen Außenanlagen können die Schülerinnen und Schüler ihre Pausen verbringen. Steffi Lehmenkühler: „Berufsorientierung ist bei uns nicht nur ein Konzept, das im Schrank steht. Von Anfang an lernen die Schülerinnen und Schüler an unserer Hauptschule Berufe kennen und erleben jede Menge Möglichkeiten, sich selbst auch auszuprobieren.“ So führten Nisa und Eslem, zwei Schülerinnen aus der Klasse 10A, durch das Programm des Festaktes.

Auch Bürgermeister Christoph Weber, der Steffi Lehmenkühler einen symbolischen Schulschlüssel überreichte, würdigte die St.-Walburga-Hauptschule als wichtigen Baustein am Schulstandort Meschede – hier werden die Fachkräfte unterrichtet, welche von den Unternehmen in der Kreis- und Hochschulstadt Meschede dringend benötigt werden. Gisela Bartsch, Leiterin des Fachbereichs Generationen, Bildung, Freizeit, betonte die enge Abstimmung zwischen Stadtverwaltung und Schulleitung bei den Planungen zur Umgestaltung des Gebäudes – dies garantiere, dass eine moderne Pädagogik von Anfang an mitgedacht werden konnte. Und Hubertus Schemme vom Fachbereich Infrastruktur würdigte die baulichen Details des Gebäudes – und als „Draufgabe“ einen einzigartigen Blick auf die Stadt.

Die nun umgestaltete Schule entfalte bereits ihre Wirkung auf die Schülerinnen und Schüler – Steffi Lehmenkühler: „Ich kann mich nicht erinnern, dass wir jemals so viele Quereinsteiger über alle Jahrgangsstufen verteilt hatten wie in diesem Sommer.“ Ein gemeinsames Schulfest markierte nun den Auftakt in einen neuen Abschnitt für Unterricht und Schulleben an der St.-Walburga-Hauptschule.