66 „Ehemalige“ der Stadtverwaltung Meschede konnte Bürgermeister Christoph Weber jetzt zum jährlichen Pensionärstreffen begrüßen, das diesmal in der Grewen Mühle in Calle stattfand.
Neben dem geselligen Austausch - und natürlich dem obligatorischen „Weißt du noch“ – gab es diesmal mit Stadtführer Werner Preugschas eine Reise durch die 1.100-jährige Geschichte der Stadt Meschede. „Drei Mächte. Eine Stadt“ hatte er seinen kurzweiligen Vortrag betitelt, in dem Werner Preugschas erläuterte, welche Spuren die drei Mächte – das Kurfürstentum Köln, das Großherzogtum Hessen-Darmstadt und das Königreich Preußen – in Meschede hinterlassen haben.
So finden sich das kurkölnische Wappen in der Stiftskirche St. Walburga, aber auch – als Kreuz – im Mescheder Stadtwappen wieder. In der Zeit der hessischen Herrschaft – und zwar im Jahr 1807 – wurde die Gründung des heutigen Südfriedhofs angeordnet: Der bis dahin im Umfeld der Walburga-Kirche befindliche Friedhof sollte aus hygienischen Gründen aus den Flusstälern von Ruhr und Henne verlegt werden. Und aus preußischer Zeit gibt es neben Straßennamen – wie zum Beispiel der Zeughausstraße – auch den Pulverturm. Dort – damals außerhalb der Stadtgrenzen – wurde das Schießpulver der preußischen Garnison gelagert.
Die jährlichen „Ehemaligentreffen“ genießen unter den früheren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt Meschede eine hohe Beliebtheit. Ältester Teilnehmer war diesmal der 90-jährige Karl Harbecke. Mit dabei waren auch der frühere Stadtdirektor Dr. Thomas Uppenkamp und Jochen Grawe, ehemals Leiter des Fachbereichs Ordnung und Mitglied im Verwaltungsvorstand. Im kommenden Jahr - so der ausdrückliche Wunsch der Teilnehmenden - soll es ein weiteres Treffen geben. Auch Bürgermeister Christoph Weber legt darauf großen Wert: „Der Kontakt ist uns einfach wichtig.“
