Caller Nepomuk hat neue Paten: Heimat- und Ortsgemeinschaft ehrenamtlich aktiv

Der hl. Johannes von Nepomuk hat neue Paten: Die Sandsteinfigur in Calle steht unter besonderer Beobachtung des Vereins Heimat- und Ortsgemeinschaft Calle/Wallen.

Zwischen der Kreis- und Hochschulstadt Meschede und dem Verein wurde vereinbart, dass der Verein ehrenamtlich die äußerliche Begutachtung/ Inaugenscheinnahme des städtischen Objektes übernimmt.

 

Die Heimat- und Ortsgemeinschaft Calle/Wallen e.V. begutachtet die Sandsteinfigur regelmäßig in Eigenregie. Sie hat einen besonderen Blick auf äußerlich sichtbare Veränderungen wie etwa Moosbewuchs, Grünbelag, Risse oder Beschädigungen an dem Baudenkmal. Bei Veränderungen informiert sie das Denkmalamt der Stadt Meschede. Notwendige Reparaturen oder Instandhaltungsmaßnahmen werden durch die Stadt durchgeführt.

 

Der Verein Heimat- und Ortsgemeinschaft Calle/Wallen setzte sich anfangs aus den Vereinsvorsitzenden der örtlichen Vereine aus Calle, Wallen, Mülsborn, Schüren, Stesse und Voßwinkel zusammen, die sich zu Terminabsprachen trafen. Inzwischen hat sich daraus ein Verein entwickelt, der offen für alle ist und sich zum Beispiel sehr engagiert um die Gestaltung von zwei neuen Dorfplätzen gekümmert hat. Derzeit hat der Verein 84 Mitglieder – weitere sind jederzeit willkommen, um die Aktiven bei der ehrenamtlichen Arbeit in den Orten zu unterstützen, so der Vorstand.

 

Die Statue ist vermutlich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden. Johannes von Nepomuk wurde erst 1729 heiliggesprochen. In der Folgezeit war er dann so eine Art „Trendheiliger“. 1751 wurde zum Beispiel eine Reliquie des Heiligen in die St.-Walburga-Kirche in Meschede überführt. In diesem Zuge entstand auch die Sandsteinfigur des Heiligen an der Ruhrbrücke. 

 

Der hl. Johannes von Nepomuk ist als „Brückenheiliger“ verehrt und steht daher meist an Brücken. Hintergrund ist, dass der Prager Domkapitular sich weigerte, das Beichtgeheimnis zu brechen – daraufhin ließ ihm der König die Zunge abtrennen. Danach wurde er von der Karlsbrücke in die Moldau geworfen. 

 

Die Caller Statue wurde im Mai 1981 restauriert. Seitdem steht er wieder in Originalfarben an der Kreuzung in Calle – auf der Brücke, an der der Kelbkebach und der Schürenbach zusammenfließen und so den Caller Bach bilden. Zwei Engel flankieren das Standbild in Calle. Sie tragen die Symbole des hl. Nepomuk – ein Engel trägt die Zunge, der andere hat die Hand vor dem Mund.