Meschede. Damit die Bürgerinnen und Bürger in der Kreis- und Hochschulstadt Meschede auch in der Zukunft ein attraktives und modernes Freibad haben, finden in der beliebten Einrichtung in der Le-Puy-Straße derzeit umfangreiche Modernisierungs- und Umgestaltungsarbeiten statt. Bereits in der Sitzung des Stadtrates und des Fachausschusses Ende 2025 hatte die Stadtverwaltung darüber informiert, dass es um den Zeitplan „Spitz auf Knopf“ steht. Nun gibt es Klarheit, dass die aufwändigen Arbeiten nicht vor Herbst 2026 abgeschlossen werden können.
Damit muss das Freibad im Sommer 2026 geschlossen bleiben. Dies sei selbstverständlich bedauerlich, betont Bürgermeister Christoph Weber – letztlich kämen bei dem umfangreichen und komplexen Vorhaben nun aber Faktoren zum Tragen, auf welche die Stadt Meschede keinen Einfluss nehmen kann. So kam es bereits in einem frühen Projektstadium durch Personalprobleme eines beauftragten Fachunternehmens zu Verzögerungen bei der Erstellung der Planunterlagen. Besonders problematisch: Da verschiedene Gewerke bei der Umsetzung aufeinander aufbauen, konnten andere Arbeiten nicht einfach „vorgezogen“ werden.
Aktuell gehen die Arbeiten jedoch zügig voran und auch in den kalten Wintermonaten konnten die Arbeiten bis auf wenige Ausnahmen weiter fortgeführt werden. Eine Fertigstellung des Freibads wird nun für den Herbst 2026 erwartet.
Um bis dahin zum einen das Schul- und Vereinsschwimmen zu ermöglichen, zum anderen aber auch ein zeitgemäßes Freizeitangebot zu schaffen, plant die Stadtverwaltung, das Hallenbad – wie bereits 2025 – während der Sommermonate zu öffnen und auch die Öffnungszeiten zu erweitern. Attraktive Freizeitmöglichkeiten finden Bürgerinnen und Bürger zudem in der Berghauser Bucht an der Hennetalsperre mit der weitläufigen Liegewiese, der Piratenbucht und dem Beachvolleyballfeld sowie an der Badestelle in Mielinghausen.
Die Arbeiten am Freibad gehen nun mit Hochdruck weiter. Im Rahmen des Groß-Projektes wird ein Bereich des jetzigen Lehrschwimmbeckens zu einem Spraypark umgewandelt: Hier können Kinder von drei bis hin zu zehn Jahren erste Wasser-Erfahrungen machen - mit verschiedensten Spielgeräten und Aufenthaltsbereichen. Auch die derzeit stillgelegte Rutsche wird durch eine Erneuerung der Rutschenhalbschalen saniert und damit wieder nutzbar gemacht. Der Übergang zwischen Lehrschwimm- und Schwimmerbecken wird durch eine Sitzstufenanlage attraktiver gestaltet.
Deutliche Veränderungen gibt es ebenso beim 50-Meter-Becken: Statt einer blauen Betonoberfläche wird das Becken - wie seinerzeit bereits im Hallenbad - mit Edelstahl ausgekleidet. Zudem wird das Becken von derzeit acht Bahnen längsseitig auf sechs Bahnen verkleinert und erhält bis auf den Bereich der Sprunggrube eine Wassertiefe von 1,35 Metern - sowohl ältere Menschen wie auch Kinder und Jugendliche im Schwimmunterricht können von der geringeren Tiefe profitieren. Der Einstieg ins Becken erfolgt über eine Einstiegstreppe, neben der auch die Voraussetzungen für ein Pool-Lift geschaffen werden, der Menschen mit Handicap einen Zugang ermöglicht. Wie im Hallen- wird auch im Freibad der Wasserspiegel dann höhengleich mit dem Beckenumgang sein.
Für das kommende Jahr 2027 dürfen die Bürgerinnen und Bürger sich mit dem modernisierten und umgestalteten Freibad, dem vor wenigen Jahren sanierten Hallenbad sowie der Hennetalsperre auf ein umfangreiches und attraktives Angebot rund um Sport und Freizeit freuen.
