Staatssekretär Christoph Dammermann besucht Meschede

Gewerbeflächenentwicklung und Corona-Situation mit IMW, FDP & Stadt diskutiert

Meschede. Bei seinem Besuch im Mai 2020 sprach Christoph Dammermann, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium NRW, mit Vertretern der IMW, der FDP und Bürgermeister Christoph Weber über den Flächenbedarf und die Gewerbeflächenentwicklung in der Kreis- und Hochschulstadt Meschede.

Gewerbeflächen als wesentlicher Standortfaktor

Nach dem diesjährigen Jahresempfang und der dort geäußerten Problematik der Ausweisung weiterer Gewerbeflächen fand unter Beteiligung der Interessengemeinschaft Mescheder Wirtschaft (IMW), der FDP, des Bürgermeisters und der Wirtschaftsförderung ein von der FDP Meschede koordinierter Vor-Ort-Termin statt. „Wir werden Opfer des eigenen Erfolgs. Es sind kaum noch freie Flächen vorhanden. Um weiterhin attraktiv zu bleiben und Unternehmensentwicklungen zu ermöglichen, müssen uns diese zeitnah und in ausreichender Form zur Verfügung gestellt werden“, resümierte Meinolf Ewers als IMW-Vorsitzender den Grund für das Zusammenkommen.

NRW-Staatssekretär Christoph Dammermann bedankte sich für die Gelegenheit zum Austausch und betonte im Gespräch, dass man sich im Ministerium der Bedeutung von gewerblicher Flächenentwicklung und Vermarktung für die Kommunen bewusst sei. Mit den Neuerungen im Landesentwicklungsplan seien den Regionen mehr Kompetenzen und Handlungsspielraum gegeben worden, die es auch zu nutzen gilt. Dass Meschede in der Gewerbeflächenentwicklung durchaus erfolgreich sei, zeige die Entwicklung des Gewerbegebietes Meschede-Enste.  

Hohe Nachfrage durch IMW-Betriebe und weitere Interessenten

Die IMW-Vorstandskollegen riefen dazu auf, dass jetzt gehandelt werden müsse, um weitere Entwicklungen in der Zukunft zu ermöglichen. Die Politik hätte in Coronazeiten gezeigt, dass sie in der Lage sei, schnell zu entscheiden und handlungsfähig ist. Diese Handlungsfähigkeit wünsche sich der Vorstand auch im Kontext der Wirtschaftsentwicklung - sei es im Bereich Fläche oder Deregulierung. 

Deutlich im Gespräch wurde, dass egal welche Größenordnung oder Branche: „Das Vorhalten von attraktiven und ausreichenden Gewerbeflächen ist einer der relevantesten Standort- und Entwicklungsfaktoren für den Wirtschaftsstandort Meschede und das kurzfristig.“

Mit zehn Gewerbegebieten und weiteren Einzellagen, die sich im Stadtgebiet verteilen, steht Meschede im Bereich der Gewerbeflächenentwicklung bisher gut dar, resümierten Planungsamt und Wirtschaftsförderung. Meschede-Enste ist dabei das größte Gebiet mit aktuell 116 Firmen und über 1.800 Mitarbeitern. Der Fokus verlagert sich seit mehreren Jahren deutlich in Richtung Autobahn. Um diesem gerecht zu werden, hat die Stadt bereits in mehreren Schritten das Planungsrecht für ungenutzte Gewerbeflächen zurückgenommen. Stadtweit sind jedoch fast alle Gebiete weitgehend vermarktet. Die Nachfrage ist auch in Coronazeiten nicht rückläufig und seit Jahren hoch. Die Bezirksregierung unterstützt dabei weitestgehend die Planungen der Stadt, jedoch sind hier oft bürokratische oder planerische Grenzen gesetzt.

Im vergangenen Sommer ist der geänderte Landesentwicklungsplan in Kraft getreten, der neue Möglichkeiten zur Flächenentwicklung schafft, so zum Beispiel am Rande bestehender Bereiche für gewerbliche und industrielle Nutzung (GIB).

Die abschließende Bilanz des IMW-Vorstandes zur aktuellen Corona-Lage fiel verhalten positiv aus. Die heimische Wirtschaft habe sich in den vergangenen Jahren stark aufgestellt und krisenfähige Netzwerke aufgebaut. Jedoch mache man sich um manche Branchen und vor allem Kleinstbetriebe große Sorgen. Die IMW-Vorstände appellierten an die Politik auf allen Ebenen, Lösungen für Unternehmen aufzuzeigen, damit das starke wirtschaftliche deutsche Rückgrat tragfähig bleibt. 

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