Gewerbegebiet Enste-Nord

Gesamtgröße: 179.300 m²                              

Grundstücksgröße ab: 2.000 m²

Gebietsausweisung: GE

Verfügbarkeit ab: sofort

Preis pro m²: 49,- EUR

Verkehrsanbindung Autobahn: 
A46: Direktanbindung,
A44: 30 km (über B55)

Bundesstraße: B55

Flughafen: Schüren (Flugplatz, 7 km), Paderborn-Lippstadt (Regionalflughafen, 44 km), Dortmund (63 km)

Raum für Entwicklung:

Den gewerblichen Schwerpunkt der Wirtschaftsregion Meschede bildet das Gewerbegebiet Enste.

Rund 100 Unternehmen haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt - Tendenz steigend. Denn das Gewerbe- und Industriegebiet Enste kann auf rund 52 ha das bieten, was andere suchen: Hochwertige Gewerbeflächen, innovative Unternehmen, eine hervorragende Anbindung an einen der größten Absatzmärkte Europas und Raum für Ideen in einem angenehmen Umfeld.


Weitere Infos:
www.wirtschaftsfoerderung-hsk.de

Geschichte des GE Enste

Die Entstehung des heutigen Gewerbegebietes Enste reicht bis in die 1970er Jahre zurück. Die damalige Stadt Meschede konnte auf ihrem eigenen Stadtgebiet keine ausreichenden Gewerbeflächen mehr anbieten. Die Ausweisung von neuen Gewerbeflächen war aufgrund der damals erhöhten Nachfrage und zur Verbesserung der Wirtschaftsstruktur aber unbedingt erforderlich, so dass die Stadt Meschede auf die Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Meschede-Land angewiesen war. Der erste Bebauungsplan „Gewerbegebiet Enste I“ wurde am 31.01.1972 rechtskräftig und umfasste 12,5 ha Grundfläche in den Bereichen Im Schlahbruch/ Schneidweg und dem vorderen Teil der Straße Auf´m Brinke. Am 10.12.1973 wurde darüber hinaus der Bebauungsplan „Gewerbegebiet Enste II“ rechtskräftig, der die Gewerbeflächen westlich der Enster Straße (Am Steinbach) umfasste. Seinerzeit war sogar ein direkter Eisenbahnanschluss vorgesehen, der aber nie realisiert wurde.

Ende der 1979 Jahre war das Gewerbegebiet Enste I bereits zu 50% bebaut; der Verwaltungsbericht 1974-79 zählte 34 Betriebe mit ca. 550 Beschäftigen. Aus diesem Grunde musste die neue Stadt Meschede eine Erweiterung des Gewerbegebiets vornehmen. Der Planung kam zugute, dass die im Ursprungsplan im Nordosten an der Stromhochspannungsfreileitung vorgesehene eine Aussparung für einen Knotenpunkt der projektierten Bundesstraße B 7 n, die als Bundesautobahn geplant war, mit der damals projektierten  Bundesstraße B 55 n in dieser Form nicht umgesetzte wurde. Dadurch konnte ein Streifen von ca. 40m, der wegen dieser Planung als nicht überbaubare Grundstücksfläche festgesetzt war, zu Bauland entwickelt werden. Der neue Bebauungsplan, der am 31.07.1980 Rechtskraft erlangte, umfasste nun auch die Straßen Linsemecke und Zum Rohland.

In der Folgezeit dehnte sich das Gewerbegebiet in diesem Bereich immer weiter aus und umfasst heute alle Flächen zwischen der Autobahn, dem Bachlauf und dem Enster Weg. 1988 zog der Städtische Bauhof aus der Innenstadt an den neuen Standort Auf´m Brinke.

Einen besonderen Aufschwung nahm das Gewerbegebiet durch den Anschluss an die neue Autobahn A 46. Bei der Eröffnung des Teilstücks Meschede – Wennemen 1988 fehlte noch eine Anschlussstelle in Enste. Nachdem Pläne zu einer großräumigen Verlegung der B 55 zur Entlastung des Stadtkerns Meschede aufgegeben wurden, konnte nach ständigen Bemühungen der Stadt Mitte der 1990er Jahre ersatzweise zumindest der Neubau einer Autobahnanschlussstelle in Enste erreicht werden.

Nach der Aufgabe der Pläne der Honselwerke, einen Werksstandort südlich der Straße Am Steinbach zu realisieren, konnte die Erschließungskonzeption für diesen Bereich überarbeitet werden. Der seit 2002 rechtskräftige Bebauungsplan sieht nunmehr eine Ringerschließung vor, deren erster Teil – die Straße Am Heerweg – bereits realisiert ist.

In den 2000er Jahren lag der Schwerpunkt der Entwicklung im Gewerbegebiet Enste auf der Überplanung der Westseite der Enster Straße. Der zwischenzeitlich in diesem Bereich beheimatete Schäferhunde Verein einschließlich angrenzender Hundetobewiese wurde schrittweise zurückgeführt und die Flächen zugunsten von Dienstleistungsbetrieben umgewidmet. Heute hat der Schäferhundeverein am Heerweg ein neues Domizil bezogen; das ehemalige Vereinsheim beherbergt seit 2016 eine Bäckerei mit Cafebetrieb.

Bereits Mitte der 1990er Jahre gab es Bestrebungen, nördlich der Autobahn ein weiteres Gewerbegebiet zu realisieren. Die 1994 beschlossene Konzeption sah vor, aus landschaftsbildgestaltenden Absichten Gewerbeinseln zu schaffen, indem Gewerbebaugebiete durch breite Wiesenkeile voneinander und vom äußeren Rand des Geltungsbereiches getrennt werden sollten. Nach der damals verfolgten Auffassung sollte ferner der Eingriff in Natur und Landschaft vollständig innerhalb des Geltungsbereiches des Bebauungsplanes ausgeglichen werden. Diese Konzeption hätte allerdings hohe Erschließungskosten ausgelöst, da die Erschließung aufgrund der miterschlossenen großflächigen Grünflächen/Gehölzstreifen verlängert und unwirtschaftlich wäre. Sinnvoller wäre es, die (restlichen) Ausgleichsmaßnahmen auf externen, also außerhalb des Eingriffsbebauungsplanes gelegenen Flächen zu realisieren.

Nachdem die Stadt über die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Hochsauerlandkreises den Erwerb sämtlichen Flächen im neuen Gebiet Enste Nord vollziehen konnte, wurde ein neuer Bebauungsplan mit größeren Baugebieten und geringeren Grünflächen entwickelt, der 2009 rechtskräftig wurde. Ein Großteil der Ausgleichsmaßnahmen wurde nunmehr auf externen Flächen nachgewiesen, so dass der Anteil des Nettobaulandes deutlich erhöht werden konnte.

Die standortgünstige Lage des Gewerbegebietes nördlich der Autobahn ließ erste Ansiedlungen nicht lange auf sich warten. Der große Flächenbedarf der Firmen AstroPlast und ITH Schraubtechnik führten allerdings dazu, dass nach Änderung des Baurechts in 2013 und 2014 Teile der bereits realisierten Erschließungsstraße „Steinwiese“ veräußert und in die neuen Betriebsgrundstücke integriert werden konnten.

In der jüngsten Vergangenheit haben Stadt und Wirtschaftsförderungsgesellschaft weitere Anstrengungen unternommen, dem Flächenbedarf der heimischen Wirtschaft gerecht zu werden und zusätzliche Gewerbeflächen im Gewerbegebiet Enste gesichert. So kann der Bereich Am Steinbach um ca. 7,4 ha nach Westen erweitert werden. Im Zuge der Aufstellung des Bebauungsplans wurde nach Hinweisen der Fachbehörde die Fläche archäologisch untersucht. Tatsächlich konnte bei einer anschließenden Flächengrabung im Herbst 2015 durch die Fachfirma Archaeonet auf einer Fläche von rd. einem Hektar mehrere kleine Konzentrationen aus Pfostengruben sowie Lehmentnahme- bzw. Abfallgruben freigelegt werden. Zwei größere und eine kleinere Ansammlung von Pfostengruben wurden dabei als Standorte von Gebäuden identifiziert. Ein kleines rechteckiges Gebäude ließ sich rekonstruieren. Offensichtlich befand sich hier eine kleine Hofstelle, zu der auch mehrere Gruben mit Abfallmaterial gehörten.

Die Reste des Bodendenkmals wurden erfasst und dokumentiert. Damit ist die Fläche nunmehr für eine gewerbliche Ansiedlung nutzbar.

Nordwestlich der Betriebsgelände von ITH und Astroplast wurde eine weitere ca. 4,1 ha große, zurzeit landwirtschaftlich genutzte Fläche durch die WFG erworben, für die das entsprechende Baurecht in 2016 geschaffen werden soll. Um dies zu erreichen, musste die Stadt nicht mehr benötigte Gewerbeflächen in Remblinghausen, Grevenstein, Calle und Wennemen planungsrechtlich zurücknehmen.

Insgesamt stehen in Enste Nord und Süd (ehemals Enste I und II) noch 10 ha vollerschlossene Gewerbegrundstücke zur Verfügung, die unmittelbar genutzt werden können. Bauinteressenten wenden sich bitte an die städtische Wirtschaftsförderung oder die WFG des Hochsauerlandkreises.

Die beiden Erweiterungsflächen nordwestlich der Firmen Astroplast und ITH (4,1 ha Bruttobauland) sowie westlich der Straße Am Steinbach (7,3 ha Bruttobauland) werden ebenso wie die Reserveflächen südlich der Straße Am Steinbach (4,2 ha Bruttobauland) bedarfsgerecht je nach Nachfrage erschlossen und anschließend parzelliert. Im Flächen Am Steinbach sind dabei die einzigen Flächen im Stadtgebiet, die als Industriegebiet festgesetzt sind und daher auch für emittierende Betriebe insbesondere im 3 Schichtbetrieb genutzt werden können.

Zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse im Gebiet haben Stadt und WFG zahlreiche Maßnahmen unternommen. In 2016 wird voraussichtlich der Kreisverkehr Auf´m Brinke/ Am Steinbach/ Enster Straße realisiert und im Anschluss daran auch die Straßenbeleuchtung entlang der Enster Straße vervollständigt.

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Ihre Ansprechperson

Christina Wolff

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