Ortseingangsschilder abmontiert: Diebstahl und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr


Ortseingangsschild zur Kreis- und Hochschulstadt Meschede: In den vergangenen Wochen wurden solche Schilder an mehreren Stellen abmontiert. Die Stadt Meschede hat Strafanzeige erstattet. Bildnachweis: Stadt Meschede

Meschede. Für den oder die Täter könnte es möglicherweise eine Art „Kavaliersdelikt“ sein - für Autofahrer bringt es dagegen unter Umständen erhebliche Gefahren mit sich: Bislang Unbekannte haben in den vergangenen Wochen an mehreren Stellen Ortseingangsschilder  der Kreis- und Hochschulstadt Meschede abmontiert.

So wurden Ortseingangsschilder am Schederweg in Meschede, in verschiedenen Ortsteilen sowie an der Arnsberger Straße abmontiert. Geschädigt ist immer der jeweils zuständige Straßenbaulastträger.

Welchem Zweck die entfernten Ortseingangsschilder nun dienen sollen, darüber kann man im Rathaus nur spekulieren. Keineswegs spekulativ ist dagegen der Grund, warum Verkehrsschilder an diesen Stellen stehen müssen. Wolfgang Sträter, Leiter des Fachbereichs Ordnung der Stadt Meschede: „Verkehrsteilnehmer werden darauf hingewiesen, dass hier eine geschlossene Ortschaft beginnt - und eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern gilt.“ Am Schederweg zum Beispiel befindet sich nur wenige hundert Meter stadteinwärts das August-Macke-Schulzentrum. Deshalb sei angepasste Geschwindigkeit an dieser Stelle besonders wichtig, so Wolfgang Sträter.

Vor diesem Hintergrund bewertet die Stadt Meschede die Taten auch nicht nur als Diebstahl, sondern sieht zudem den Verdacht des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Die Stadtverwaltung hat bereits Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Wolfgang Sträter: „Das Abmontieren von Verkehrsschildern ist keinesfalls ein Dumme-Jungen-Streich, sondern in jedem Fall eine Straftat.“