Modern und zukunftsfähig: Stadthalle Meschede nach drei Jahren Umbau eröffnet


Meschede. Bis zur letzten Minute wurde noch geputzt und gewienert, damit alles für die Eröffnung glänzte: Die Stadt Meschede hat ihre gute Stube zurück. Nach drei Jahren Umbauzeit wurde die 1981 erbaute Stadthalle jetzt wieder eröffnet. Jürgen Bartholmé, Geschäftsführer der Stadthallen GmbH, brachte es auf den Punkt: „Wie bei Projekten dieser Größenordnung nicht unüblich gehen hinten die letzten Handwerker raus und vorne kommen die ersten Gäste rein.“ Und er gab auch zu: „Wir hatten in den vergangenen Wochen doch die eine oder andere Schweißperle auf der Stirn.“

 

Es habe sich gelohnt, so Bartholmé: „Heute nun können wir feststellen, dass alles gut gelungen ist und wir unserem Ziel einer konkurrenz- und zukunftsfähigen Stadthalle mit einem modernen Erscheinungsbild ein großes Stück nähergekommen sind. Einige Restarbeiten sind zwar noch zu erledigen, aber ,das große Ganze‘ ist geschafft.“

 

Auch Bürgermeister Christoph Weber drückte seine Freude darüber aus, dass „es Axel Funke und seinen Mitstreitern gelungen ist, die Baumaßnahme umzusetzen und wir als erstes Highlight des Gebäudekomplexes heute Abend die Stadthalle wiedereröffnen können.“ Auch wenn man auf drei harte und anstrengende drei Jahre in den verschiedenen Projektphasen für alle Beteiligten zurückblicke: „Die vertrauensvolle Kommunikation vom ersten bis zum letzten Tag war aus meiner Sicht ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg.“

 

Investor Axel Funke bestätigte, die Stadt Meschede sei „ein fairer Partner“. Und auch den Generalunternehmer Runkel lobte er: Bei allen Schwierigkeiten habe man für alles immer Lösungen gefunden. Geschaffen habe man „ein Projekt, auf das wir alle stolz sein können.“  Den Einzelhändlern im herum wünschte er, „dass sie hier sehr viel Erfolg haben“. Er hoffe, dass das neue Einkaufszentrum, das am Morgen nach der Stadthalleneinweihung offiziell eröffnet wurde, „zusammen mit der Fußgängerzone die neue Stadtmitte von Meschede“ werde, die auch Menschen von außerhalb anziehe.

 

Für die Stadthalle ist die Buchungssituation bereits jetzt „recht erfreulich“, wie Jürgen Bartholmé erklärte: Insgesamt 40 Buchungen und Reservierungen liegen bereits für 2018 und 2019 vor. Zum zweiten Standbein neben kulturellen Veranstaltungen soll das Angebot für Kongresse ausgebaut werden. Für Veranstalter und Besucher gibt es ab November eine neue Homepage.

 

Fokus Development als Vermieter hat auch in die Räumlichkeiten der Stadthalle viel investiert, insbesondere in die technische Gebäudeausstattung. Auch die Stadthallen GmbH setzte zusätzliche Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität der Stadthalle um: Der gesamte Eingangsbereich mit dem Treppenhaus bis zum Foyer im 2. Obergeschoss wurde neu gestaltet. Der Zugang zur Stadthalle wurde dabei von der Erschließung der Handelsflächen klar getrennt. Zwei neue Aufzüge wurden installiert, die Eingangstüren und Fenster der Stadthalle ebenso erneuert wie die kompletten Besucher-WC-Anlagen inklusive Behindertentoiletten. Neue Decken gab es, dazu einen neuen Anstrich im Foyer. Der Parkettboden im Foyer, im kleinen und im großen Saal wurde abgeschliffen und neu versiegelt. Der Thekenbereich wurde komplett überplant und umgebaut, die bisherige Garderobe wurde an das neue Thekendesign angeglichen.

 

Im Eingangsbereich des Foyers stehen jetzt neue Lounge-Möbel ersetzt. Die Beleuchtung des Foyers sowie des kleinen Saales wurde auf LED-Technik umgestellt. Im großen Saal erfolgt dies in der Spielpause im kommenden Sommer, da aktuell keine freien Handwerkerkapazitäten mehr zu bekommen waren. In der gesamten Stadthalle gibt es freies WLAN für Gäste und Veranstalter.

 

Besonders wichtig: „Der Einbau einer neuen Beschallungsanlage und die Erweiterung der Lichtanlage - die alten stammten aus den Eröffnungsjahren – bedeutet für uns in technischer Sicht ein Quantensprung“, so Jürgen Bartholmé. Vorteil für Veranstalter: Im Regelfall muss kein zusätzliches Equipment angemietet werden.

 

Bei der Eröffnung mit geladenen Gästen sorgte das Trio Tulip für den musikalischen Rahmen. Gottes Segen durfte nicht fehlen – diesen erbaten Pfarrer Schmitt von der katholischen Kirche und Pfarrerin Neumann-Arnoldi von der evangelischen Kirche.