Mescheder Wochenmarkt


Klasse statt Masse
Selbsterzeugtes Obst und Gemüse vom Hof Heidebauer in Hemer

Wenn Marco Haarmann, der den Familienbetrieb in dritter Generation führt, über seine Produkte spricht, ist die Leidenschaft sofort spürbar. „Vor allem unsere Erdbeeren sind wahnsinnig beliebt. Da freuen sich die Kunden jedes Jahr drauf.“ Und genau das ist es auch, was Marco Haarmann an seinem Beruf und dem Mescheder Wochenmarkt liebt: Die Wertschätzung der Kunden. Doch die war nicht immer zu spüren. „Früher waren wir ein Massenbetrieb und haben vor allem Weißkohl angebaut. Damals haben wir nur Großhändler beliefert. Da war an Wertschätzung nicht zu denken. Hauptsache schnell, viel und möglichst billig.“

Als klar war, das er den Familienbetrieb übernehmen würde, traf er eine sehr grundsätzliche Entscheidung und stellte auf Selbstvermarktung um. Seitdem produziert der Hof Heidebauer eine breite Palette an Obst und Gemüse. „Die Kunden in Meschede wissen die Qualität zu schätzen. Und die liefern wir, denn es ist schließlich auch eine Frage des Vertrauens.“, sagt Haarmann. Qualität hat natürlich seinen Preis, aber es muss nicht unbedingt teurer sein, als im Einzelhandel. „Ein Beispiel sind unsere Zucchini. Wenn ich die für 60 Cent anbieten kann, dann bekommen die Kunden ein sehr hochwertiges und frisches Produkt und zahlen nicht wirklich mehr, als im Laden.“

Als er vor circa vier Jahren zum Mescheder Wochenmarkt kam, spürte er zunächst eine typische Sauerländer Reserviertheit, gefolgt von der ebenfalls typischen Sauerländer Herzlichkeit. „Etwas Anlauf hat es gebraucht, aber dann war das Eis schnell gebrochen.“, stellt er lachend fest. Kein Wunder: Marco Haarmann ist ein sehr offener Mann, der das Gespräch mit den Kunden auch sucht. „Das ist doch gerade das Schöne, dass man mal fragt, wie es geht, oder was es Neues gibt. Mir sind deswegen die Markttage am Liebsten, an denen auch ein bisschen Zeit zum Schnacken bleibt. Wenn es sehr voll ist, ist das vielleicht gut für das Portemonnaie, aber wenn auch mal Zeit für ein kurzes Gespräch bleibt, macht es viel mehr Spaß.“ Und der freundliche Kontakt zu den Kunden entschädigt dann auch den Aufwand. „Im Sommer haben wir fünf Monate lang 100 Stunden-Wochen. Das ist schon viel Arbeit, aber wenn man damit aufwächst, dann kennt man es ja so. Aber man muss es wirklich lieben, sonst kann man diese Arbeit nicht machen.“

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Text: Stadtmarketing Meschede e.V.