„Knotenpunkt für den Personennahverkehr“: Park-and-Ride-Anlage an Lagerstraße eröffnet


Die neue Park-and-Ride-Anlage an der Lagerstraße ist offiziell eröffnet (v.li.): Dipl.-Ing. Jörg Kotthoff (Objektplanung Verkehrsanlagen), Bauleiter Michael Klauke, Bürgermeister Christoph Weber und Gregor Mertens, Leiter Direktion Verkehr in der Kreispolizeibehörde HSK). Bildnachweis: Stadt Meschede

Meschede. Ein „neuer Knotenpunkt für den öffentlichen Personennahverkehr“ sei die Park-and-Ride-Anlage in der Lagerstraße, so Meschedes Bürgermeister Christoph Weber. Nach gut einjähriger Bauzeit hat das Stadtoberhaupt nun das Areal seiner Bestimmung übergeben - von Autofahrern, Fußgängern und Bahn-Kunden wurde es sofort rege genutzt.

Und das zeigt, dass die Anlage weit mehr ist als „nur“ ein Parkpatz: Individual- und Personennahverkehr werden direkt miteinander verknüpft; aus dem Mescheder Norden wird eine direkte Verbindung zu ZOB, Bahnhof oder Innenstadt geschaffen; „Elektromobilisten“ können hier ihre E-Autos aufladen und Radfahrer ihre „fahrbaren Untersätze“ sicher abstellen. Christoph Weber: „Eine weitere gelungene Baumaßnahme, die zur Weiterentwicklung unserer Innenstadt beiträgt.“

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Stadtkern gibt es hier 104 Pkw-Parkplätze - davon vier mit E-Ladesäule, sechs Parkplätze für Menschen mit Behinderung sowie fünf Motorradparkplätze - allesamt kostenfrei. Für den Fahrrad-Bereich stehen zehn Fahrradboxen mit Pfandschloss sowie der Fahrradbus bereit. Außerdem gibt es noch zwei Car-Sharing-Parkplätze des Anbieters Flinkster, der mit der Deutschen Bahn zusammenarbeitet.

Von besonderer Bedeutung ist auch der Tunnelzugang zum Bahnhof. Zwischen den beiden Parkflächen verlaufen die Treppe und die 60 Meter lange Rampenanlage. Sie binde zum einen den Mescheder Norden an den Bahnhof an, so Christoph Weber, „und ermöglicht gleichzeitig auch mit Rollstühlen, Rollatoren, Kinderwagen und Koffertrolleys den barrierefreien Zugang zu den Gleisen.“ Die Planung hierzu erfolgte - wie in Meschede „gute Praxis“ - in enger Abstimmung mit der Behinderteninteressenvertretung (BIV).

Rund 1,3 Millionen Euro hat das Groß-Projekt gekostet, das vom Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) mit einer Zuwendung von 1.178.200 Euro gefördert worden ist. Ausdrücklich dankte Bürgermeister Christoph Weber dem Fördergeber - nur dank der Fördermittel konnte das Projekt überhaupt realisiert werden. Ein Dankeschön hatte Christoph Weber zudem nicht nur für zahlreiche weitere Projektbeteiligte übrig, sondern auch für die Anwohner der Lagerstraße, die während der Bauphase Unannehmlichkeiten und Einschränkungen hinnehmen mussten: „Ich hoffe und denke, dass auch sie mit dem Ergebnis nun sehr zufrieden sind.“