Gut geschützt - und gut sichtbar: Im Stadtgebiet entstehen moderne neue Buswartehäuschen


32 neue Buswartehäuschen hat die Kreis- und Hochschulstadt Meschede seit 2012 im Stadtgebiet gebaut oder erneuert – nun im Gewerbegebiet Enste: (v.re) Bürgermeister Christoph Weber, Fachbereichsleiter Wolfgang Sträter, Stefan Sporing (IBB) und Willi Dauenhauer. Foto: Stadt Meschede

Meschede. Gut geschützt - und gut sichtbar - die Wartezeit auf den Bus verbringen: In der Stadt Meschede sind in den vergangenen Wochen neue Buswartehäuschen errichtet worden - zum Beispiel im Gewerbegebiet Enste und in Olpe. Die modernen Stahl-Glas-Konstruktionen bieten Schutz gegen die - im Sauerland nicht ganz vermeidbaren - „Unbilden der Witterung“. Gleichzeitig können die Busfahrer deutlich erkennen, ob hier Mitfahrer warten.

Die neuen Häuschen bieten nicht nur Wetterschutz, sondern sind auch barrierefrei gestaltet, wie Willi Dauenhauer vom Fachbereich Ordnung erläutert. Innen sind jeweils Sitze angeschraubt, außerdem eine Aufstehhilfe an der Seite. Für Sehbehinderte wurden Sichtstreifen auf Brusthöhe angebracht. Neben den Sitzen ist Platz für einen Rollstuhl.

Seit dem Jahr 2012 hat die Kreis- und Hochschulstadt Meschede insgesamt 32 Buswartehäuschen gebaut oder erneuert. Zudem wurden im vergangenen Jahr in Berge fünf Haltestellen behindertengerecht ausgebaut.

Wichtiger Partner dabei ist der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL). Der Verband hat ein Förderprogramm aufgelegt, mit dem rund 90 Prozent der notwendigen Investitionen aus Landesmitteln gedeckt werden können. So konnte auch die Stadt Meschede von den rund 360.000 Euro, die seit 2012 für die neuen Buswartehäuschen aufgewendet worden sind, etwa 320.000 Euro aus Fördermitteln decken.

Ebenfalls kooperiert die Stadt Meschede beim Neubau der Bushäuschen eng mit der Behinderten-Interessen-Vertretung (BIV) und dem ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten des Hochsauerlandkreises, Heinz Arenhövel. Schließlich sei es ein wesentlicher Aspekt bei diesen Maßnahmen, auch die Belange von Menschen mit Handicap zu berücksichtigen, unterstreicht Willi Dauenhauer. Wobei Barrierefreiheit vom Grundsatz her allen Bürgerinnen und Bürgern nutzt, ergänzt Wolfgang Sträter, Leiter des Fachbereichs Ordnung - „auch dem Senior mit Rollator oder jungen Familien mit Kinderwagen.“ Die bauliche Umsetzung wird unterstützt durch das Team des Integrierten Baubetriebshofes (IBB), das die Tiefbauarbeiten übernimmt.

In den kommenden Jahren soll der Neu- oder Umbau von Buswartehäuschen im Stadtgebiet fortgesetzt werden, kündigt Bürgermeister Christoph Weber an. Die Stadtverwaltung erstellt dafür gemeinsam mit den Verkehrsbetrieben eine Prioritätenliste, in der es zum einen um den baulichen Zustand geht, zum anderen aber auch um die Zahl der Nutzer einer Haltstelle. Auch moderne und benutzerfreundliche Buswartehäuschen seien wichtiger Bestandteil für ein attraktives Angebot im Öffentlichen Personennahverkehr, so Christoph Weber: „Und ein moderner ÖPNV ist ein Baustein für eine zukunftsfähige Stadt.“