Neufraunhofen | Winzig

Vor über 50 Jahren übernahm die Stadt Meschede offiziell die Patenschaft über die nach dem zweiten Weltkrieg aus ihrer Heimat, der Stadt Winzig/Kreis Wohlau/Schlesien, Vertriebenen.

Mit einem in Wohlau zusammengestellten Transport kamen die Winziger am 23. August 1946 in Meschede an und wurden zunächst in den Baracken des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers auf den Ruhrwiesen und in der Halle Sauerland untergebracht.

Am 10. Juni 1956 beschloss der Rat der Stadt Meschede die Patenschaft über die Vertriebenen der ehemaligen Stadt Winzig / Schlesien zu übernehmen.

Die jährlichen Heimattreffen, das erste fand bereits 1946 in Neufraunhofen/Niederbayern statt, sind zu beliebten Wiedersehensfeiern und Erinnerungstagen geworden. 1949 traf man sich zum ersten Mal in Meschede. Bis 1994 fanden die Treffen immer im jährlichen Wechsel in Meschede bzw. in Neufraunhofen statt. Durch die Patenschaft und diese Heimattreffen hat sich auch eine enge freundschaftliche Verbindung der Stadt Meschede mit der Gemeinde Neufraunhofen in Niederbayern entwickelt, ohne dass eine offizielle Partnerschaft besteht. 1994 wurde dann das erste Heimattreffen in den neuen Bundesländern, in Dittersbach auf dem Eigen, nahe Zittau, organisiert und die Mescheder Delegation, angeführt von Bürgermeister Franz Stahlmecke, besuchte erstmals persönlich Winzig im heutigen Polen.

Weitere Infos:
Heimatgemeinde Winzig
Gemeinde Neufraunhofen