Renaturierung der Henne in der Henne-Landschaft

Der Lauf der Henne wurde in den letzten hundert Jahren intensiv begradigt und insbesondere im städtisch geprägten Abschnitt zwischen Hennedamm und Mündung in die Ruhr als technisches Bauwerk mit Trapezprofil ausgebaut. Da der Wasserzufluss der Henne künftig durch die Grundablässe der Hennetalsperre gesteuert werden, konnten aufgrund dieser Regulierungsfunktion des Flusses nur Teilaspekte eines idealtypischen Gewässerzustandes für Renaturierungsmaßnahmen in Betracht gezogen werden. Gleichwohl bestand im Zuge der REGIONALE 2013 die Absicht für Teilabschnitte der Henne ein verbessertes gewässer-ökologisches Potenzial zu erreichen und als Bestandteil des Henne-Boulevards so naturnah wie möglich zu gestalten.

Auf Grundlage eines 2011 fertiggestellten Gewässerentwicklungskonzeptes wurden Entwicklungspotenziale für einzelne Korridore entlang der gesamten Henne erarbeitet. Unterhalb der Talsperre befindet sich zwischen dem Gewerbegebiet und der Schule unter dem Regenbogen der ökologisch interessanteste Abschnitt, da hier die vorhandenen Strukturen beste Voraussetzungen für eine naturnahe Umgestaltung des Flussbettes boten.

Nach Planungen des Büros Wolfgang Klein aus Warstein wurde eine deutliche Aufweitung des Flussbettes sowie eine Laufverlängerung durch aufeinanderfolgende Flussmäander erreicht. Durch die Integration von Kiesbänken und Totholzelementen (Initialmaßnahmen) wurde eine eigendynamische Entwicklung des Gewässers durch die Differenzierung der Strömung und der Sedimentation unterstützt.

Da es sich bei der gesamten Maßnahme um einen Beitrag zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie handelt, welche vor allem die Durchgängigkeit des Flusslaufes und dessen Rückführung in einen naturnahen Gesamtzustand zum Ziel hat, wurde die Baumaßnahme im Zuge der Gewässerförderung mit 90 % bezuschusst.

Die Henne-Landschaft ist heute ein wesentlicher Bestandteil des Henne-Boulevards.

Impressionen