Ab in die Mitte

Seit der Jahrtausendwende ist es ein Anliegen der City-Offensive NRW mit dem Landeswettbewerb „Ab in die Mitte“ die Innenstädte und Ortszentren als Quartiere des Handels, der Kunst, Kultur und Freizeit, des Wohnens und Arbeitens stärker und dauerhaft im Bewusstsein der Bürger zu verankern. Struktureller Grundpfeiler von „Ab in die Mitte“ ist das Element der Public Private Partnership (PPP): Nur wenn es gelingt, alle für die Innenstadt relevanten Akteure an einen Tisch zu bekommen, wird man die Herausforderung der Belebung und Attraktivitätssteigerung der Zentren bewältigen können.

Meschede. Vielfalt, die verbindet.

2011 wurde Meschede als Preisträgerin der City-Offensive „Ab in die Mitte“ gekürt! In diesem Jahr stand der renommierte Städtewettbewerb unter dem Motto „innenHANDELN – Stadt VERWANDELN“. Was lag für die Stadt und das Stadtmarketing  Meschede also näher, als die durch die REGIONALE 2013 angestoßene Verwandlung der Innenstadt aufzugreifen? In spielerischer Form erzählten die Akteure von der Umgestaltung des Winziger Platzes oder der Entstehung eines Henneparks am Kreishaus, die in den nächsten Jahren auf alle Bürgerinnen und Bürger warteten. Die Bevölkerung nutzte die Gelegenheit die Projekte der REGIONALE für sich zu entdecken.

HenneDeckelfest

Beim HenneDeckelfest wurde für die Bürger der neue Henne-Boulevard inszeniert. Ein „Blauer Teppich“ und Bäume visualisierten die zukünftige Henneöffnung und den neuen Verlauf der Henne. Infopunkte und Stände auf dem Winziger Platz präsentierten zudem die Veränderung. Während der Veranstaltung wurde ebenso die neue Verkehrsführung auf dem Winziger Platz simuliert.
Beim Tag des Sports wurde der Henne-Boulevard am Winziger Platz aktiv. In 3er bis 5er-Teams konnten alle Bürgerinnen und Bürger einen Sportparcours mit unterschiedlichen Stationen spielerisch bewältigen.

HenneWandel

Um den Wandel nachvollziehen zu können, wurde bei der Veranstaltung HenneWandel besonders die Historie der Stadt und der Henne in den Vordergund gerückt. Aber auch das Thema Kunst wurde hierbei mit eingebracht.
Mit Hilfe von Führungen durch den noch geschlossenen Hennetunnel am Winziger-Platz (Eingang Fritz-Honsel-Straße) konnten Besucher den Deckel der Henne aus einer ganz anderen Perspektive erleben.

Mit einem mittelalterlichen Markt wurde das Stadtleben von vor 1.000 Jahren nachempfunden. Highlight hierbei waren die live Ritter- und Schwertkämpfe auf dem Stiftsplatz.

Künstlerisch wurde in einem Gartencafe in die Gutenbergstraße 6 eingeladen. Hier wurde eine Ausstellung von Heimatbund, Frauengeschichtswerkstatt, Stadtarchiv, städtischem Kindergarten Grevenstein, Blindenalten- und Pflegeheim Meschede, Ingrid Bechtloff, Christoph Mause und Susanne Klinke präsentiert und zudem der Film „1.000 Jahre Meschede“ gezeigt. In der ehemaligen Buchhandlung Pieper am Winziger Platz stellte die „Villa KünstlerBunt“ ihre Werke aus.

Auch das Bierhaus Koch an der Steinstraße wurde für die Besucher geöffnet und zeigte das ursprüngliche Leben.

Das Geburtshaus Leisse an der Warsteiner Straße lockte mit Waffeln, der größten Modelleisenbahn und der Eisenbahngeschichte im Wennetal. Der Heimatbund Meschede inszenierte den ehemaligen Wasserhochbehälter in der Schultenkampstraße mit einer 3-D-Visualisierung.

Parallel wurde ein Schülerwettbewerb angeboten mit dem Thema „Meschede war, ist, wird“, bei dem sich die Mescheder Schülerinnen und Schüler mit der Vergangenheit und Zukunft befassen konnten.

Alles in allem haben die „Ab in die Mitte“-Veranstaltungen den Bürgern der Stadt die Projekte im Vorhinein nähergebracht und sie erlebbar gemacht. Dies führte in der Bevölkerung zu einer erhöhten Akzeptanz der Maßnahmen und bildete den Grundstein für die erfolreiche und schnelle Umsetzung der Projekte in Meschede.