Klimaschutzkonzept

Integriertes Klimaschutzkonzept für den Hochsauerlandkreis und die Städte und Gemeinden des Hochsauerlandkreises

Der Kreistag des Hochsauerlandkreises beschloss in seiner Sitzung am 16.12.2011 die Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes für den Hochsauerlandkreis und die Städte und Gemeinden des Hochsauerlandkreises. Daraufhin haben sich die zehn Bürgermeister der Städte und Gemeinden Bestwig, Brilon, Eslohe, Hallenberg, Marsberg, Medebach, Meschede, Olsberg, Sundern und Winterberg für ein kooperatives Vorgehen entschieden und eine entsprechende Kooperationsvereinbarung über eine gemeinsame Konzepterstellung mit dem Landrat des Hochsauerlandkreises am 08.02.2012 unterzeichnet.

In Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative fördert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit die Erstellung Integrierter Klimaschutzkonzepte. Die Kreisverwaltung hat die entsprechende Bundesförderung beantragt und am 20.04.2012 eine Förderzusage in Höhe von 65 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten erhalten. Die Erstellung der Konzeption wurde im Wege eines freihändigen Wettbewerbs an das Institut für Technologie- und Wissenstransfer Soest e.V. (TWS) vergeben.

Die Bearbeitung des Klimaschutzkonzeptes wurde durch eine Projektgruppe begleitet, an der sich das beauftragte Institut für Technologie- und Wissenstransfer Soest (TWS) und die Kommunen im Hochsauerlandkreis beteiligten. Zunächst wurden die methodische Vorgehensweise, die Werkzeuge der Datenerhebung, die CO2-Bilanzierung sowie der Projektverlauf abgestimmt. Anschließend wurden die klimarelevanten Daten, soweit dies möglich war und die Daten verfügbar waren, für die Jahre 2007 bis 2012 bezogen auf Gebäude, Fahrzeuge, leitungsgebundene Energieverbräuche erfasst. Dies galt sowohl für den Kreis als auch die beteiligten Kommunen.

Aufgabe des Integrierten Klimaschutzkonzeptes war u.a. die Erstellung

  • einer Ist-Analyse mit Energie- und CO2-Bilanzierung
  • einer Potenzialabschätzung zur Energie- und CO2-Einsparung
  • einer Betrachtung von Wertschöpfungspotenzialen zu erneuerbaren Energien und Gebäudesanierungsaktivitäten
  • eines Konzeptes für die Öffentlichkeitsarbeit und Controllings und
  • eine Bilanzierung konkreter Maßnahmen zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele (Reduktion der CO2-Emissionen um 40 % bis 2020 im Vergleich zu 1990).

Die vom Fördermittelgeber geforderten Bestandteile wurden im Konzept eingehend dargelegt. Klimaschutz und Klimaanpassung als Bestandteil eines kommunalen Umweltschutzes sind damit im Hochsauerlandkreis integrierbar.


Maßnahmenvorschläge

Um für den Hochsauerlandkreis und die kreisangehörigen Kommunen innerhalb der Handlungsfelder eine strategische Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für die zukünftige operative, aufeinander abgestimmte bzw. gemeinsame Arbeit zu erhalten, wurden in einem nächsten Schritt mögliche Maßnahmenvorschläge für die Region identifiziert. Hierzu wurde zum Teil auf Vorschlag des TWS, im Übrigen durch die Arbeitsgruppe gemeinsam eine Ideensammlung zu möglichen Einzelmaßnahmen in einem umfassenden Gesamtkatalog für die Bereiche Entwicklungsplanung und Raumordnung, Kommunale Gebäude und Anlagen, Ver- und Entsorgung, Mobilität, interne Organisation sowie Kommunikation und Kooperation entwickelt.

In einem nächsten Schritt hat die Arbeitsebene der beteiligten Städte und Gemeinden und des Hochsauerlandkreises die Vorschläge bewertet, um teilregional Empfehlungen für konkrete Maßnahmen zu erhalten. Die in der Zusammenfassung durch den Gutachter aufgeführte Priorisierung von Maßnahmen beruhte also auf einer Einschätzung der an einer hausinternen Umfrage beteiligten Städten und Gemeindeverwaltungen.

Der Rat der Kreis- und Hochschulstadt Meschede hat das Integrierte Klimaschutzkonzept für den Hochsauerlandkreis und die kreisangehörigen Städte und Gemeinden in seiner Sitzung am 06.02.2014 zur Kenntnis genommen. Der Rat der Kreis- und Hochschulstadt Meschede beschloss zudem, dass die Ergebnisse bzw. die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen des Klimaschutzkonzeptes im Rahmen der jährlichen Evaluierung des Stadtstrategieprozesses einfließen.

Das Klimaschutzkonzept besteht aus folgenden Bestandteilen und steht zum Download bereit:

  • Textteil Klimaschutzkonzept HSK
  • Anhang A: Dokumentation der Öffentlichkeitsarbeit
  • Anhang B: Status Quo Bilanz je Kommune (Stand 2010)
  • Anhang C: Maßnahmenkatalog (Stand Oktober 2013)