Fördermöglichkeiten

Steuerliche Förderung

Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten für Baumaßnahmen die nach Art und Umfang zur Erhaltung und sinnvoller Nutzung des Baudenkmals (Gebäude oder Teile eines Gebäudes) erforderlich sind, können steuerlich erhöht abgesetzt werden. Die erhöhten Absetzungen betragen im Jahr der Fertigstellung und den folgenden 7 Jahren jeweils 9 % und in den darauffolgenden 4 Jahren 7 % der begünstigten Anschaffungs- und Herstellungskosten. Rechtsgrundlage hierfür ist der § 7 i EStG. Hierzu gehören Instandhaltungsarbeiten wie ein Fassadenanstrich, die Erneuerung der Dacheindeckung oder auch die Instandsetzung der Decken und Wände, aber auch Maßnahmen zur Anpassung an eine zeitgemäße Nutzung, wie die Erneuerung der Heizung oder der Einbau eines neuen Badezimmers. Nicht bescheinigungsfähig sind z.B. Aufwendungen für Einbaumöbel und Beleuchtungskörper. Bei Eigenleistungen können nur die Materialkosten bescheinigt werden.

Für Gebäude und Gebäudeteile in einem Denkmalbereich können die Herstellungskosten für Baumaßnahmen, die zur Erhaltung des schützenswerten äußeren Erscheinungsbildes erforderlich sind, bescheinigt und steuerlich geltend gemacht werden.

Voraussetzung für das Ausstellen einer Steuerbescheinigung ist:

  • Das Vorliegen einer denkmalrechtlichen Erlaubnis bzw. einer Baugenehmigung.
  • Einen Antrag (Antragsformular finden Sie unterhalb) mit allen Rechnungen und Quittungen als Nachweis der entstandenen Kosten.
  • Nach Prüfung, ob die Aufwendungen nach Art und Umfang zur Erhaltung des Gebäudes oder Gebäudeteils als Baudenkmal oder zu seiner sinnvollen Nutzung erforderlich waren, kann die Bescheinigung ausgestellt werden.

Bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden können im Jahr der Herstellung und in den folgenden 9 Jahren bis zu 9 %, somit also 90 % der Herstellungskosten steuerlich abgezogen werden (§ 10f Abs. 2 EStG).

Der Abzug von Aufwendungen an Denkmälern, die nicht der Einkunftserzielung und nicht eigenen Wohnzwecken genutzt werden, regelt § 10g EStG. Wie bei den zu eigenen Wohnzwecken genutzten Baudenkmälern können die Herstellungs- und Erhaltungsaufwendungen abgezogen werden.

Detaillierte Informationen können Sie der Broschüre des Landes NRW „Steuertips für Denkmaleigentümer“ entnommen werden oder erhalten Sie auf Ihre persönlichen Verhältnisse bezogen, durch Ihren Steuerberater oder Ihr Finanzamt.

Förderung

Das Land NRW hat die Denkmalförderung neu strukturiert. Seit dem 01.10.2013 können Eigentümer von selbstgenutzten denkmalgeschützten und städtebaulich oder historisch besonders bedeutsamen Gebäuden zinsgünstige Darlehn für die Modernisierung  und Instandsetzung beantragen.

Die Nutzung des Gebäudes entscheidet darüber, nach welchem Förderprogramm das Darlehn zu gewähren ist:

1. Vom Eigentümer selbst- oder gemischt genutzte Wohngebäude, bei denen die wohnungswirtschaftliche Nutzung überwiegt.

2. Baudenkmäler und Gebäude mit besonders erhaltenswerter Bausubstanz, die nicht überwiegend wohnungswirtschaftlichen Zwecken dienen.

Eigentümer von selbstgenutzten Wohngebäuden beantragen das Förderdarlehn bei der Wohnbauförderung des Hochsauerlandkreises. Bei den anderen Baudenkmälern und Gebäuden erfolgt die Antragstellung bei den jeweiligen Hausbanken der Eigentümer.

Nähere Informationen, Antragsvordrucke und die Ansprechpartner bei den Bewilligungsbehörden finden Sie unter

www.nrwbank.de/eigentum-denkmal oder www.mbwsv.de/wohnraumfoerderung

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Sonstige Fördermöglichkeiten

Städtebauförderungsmittel

Städtebaulicher Denkmalschutz „Historischer Ortskern Eversberg“

Im Historischen Ortskern Eversberg stehen, wie in der Vergangenheit auch, wieder Mittel für die Dach- und Fassadeninstandsetzung bzw. für den Rückbau sowie für die Umgestaltung privater Haus- und Hofflächen zur Verfügung. Weitere Informationen finde Sie in der Broschüre „Denkmalbereichs- und Gestaltungssatzung Historischer Ortskern Eversberg“

Förderung der Dorfentwicklung

Für die Dorfentwicklung bewilligt die Bezirksregierung Arnsberg –Ländliche Entwicklung- Mittel des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes, u. a. auch für Denkmäler.

Nähere Informationen finden Sie unter
https://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/themen/f/foerderung_integrierte_laendliche_entwicklung/index.php

IhreAnsprechperson

Annika Dollberg

annika.dollberg@​meschede.de 0291 205275Adresse | Öffnungszeiten |