Wann weiß ich, ob ein Schadensereignis bevorsteht?

Früherkennung, Pegelstände, Meldewege

Zur Früherkennung von Hochwassergefahren ist bei der Bezirksregierung Arnsberg ein Hochwasserwarndienst u.a. für die Ruhr eingerichtet. Dieser wertet Messdaten über Wasserstände, Abflüsse, Talsperrenfüllstände, Niederschlag und umfangreiche meteorologische Informationen aus, schätzt die Hochwasserlage ein und erstellt Trends und Prognosen.
Überschreiten die Pegel an der Ruhr festgelegte Meldegrenzen, sendet der Hochwasserwarndienst Hochwasserwarnungen an die Feuerwehr-Leitstelle des HSK und der kreisfreien Städte. Die Leitstellen treffen nach Erhalt einer Hochwasserwarnung entsprechende Vorkehrungen für Maßnahmen zur Gefahrenabwehr vor Ort. Des Weiteren werden ausgewählte Empfänger gesondert alarmiert.

Aktuelle Pegelstände an den Pegeln Meschede und Oeventrop können auf der Internetseite der Bezirksregierung Arnsberg - dort unter: „Pegelstände im Regierungsbezirk Arnsberg“ eingesehen werden und mit dem

  • Mittleren Niedrigwasserstand (MNW)
  • Mittelwasserstand (MW) und dem
  • Mittleren Hochwasserstand (MHW),

welche ebenfalls in der Grafik eingepflegt sind, verglichen werden.

Hochwasseralarmplan des Hochsauerlandkreises

Der Fachdienst 33 – Wasserwirtschaft – des Hochsauerlandkreises hat im Jahr 2016 einen „Hochwasseralarmplan“ fertiggestellt, wonach während Starkregenereignissen/lang andauernden Regenereignissen die Entwicklung der Pegelstände in den Nebenflüssen der Ruhr z.B. Wenne und Henne zu beobachten ist. Es existiert ein Netz von Pegelschreibern und Beobachtungspunkten. Pegelschreiber existieren im Lauf der Wenne und der Henne, nicht im Lauf der Arpe und der Kelbke. Herangezogen werden auch Informationen aus den Pegelschreibern des Ruhrverbandes und im HSK-Gebiet verteilte Regenschreiber. Bei bestimmten Pegelständen informiert diese Organisationseinheit dem “Hochwasseralarmplan“ gemäß die Städte und Gemeinden im HSK (zuständige Ordnungsämter). Der Schutz vor Ort ist von den Städten und Gemeinden herzustellen, d.h. diese alarmieren die Feuerwehren und das Technische Hilfswerk. Bei großen Hochwasserereignissen wird die Bevölkerung über Radio, Presse und auch durch Lautsprecherdurchsagen informiert.

Bei

  • Hochwasserereignissen aus der Überlastung des Kanalnetzes
  • Überströmungen aus urbanen Sturzfluten

kann die Vorwarnzeit äußerst kurz sein, so dass für Vorsorgemaßnahmen kaum Zeit übrig bleibt. In diesem Fall werden sofort Notfallmaßnahmen erforderlich wie das Evakuieren von Personen, das Löschen von Bränden als Folge von feuchten Elektroleitungen, die Bekämpfung von Heizöl und Chemikalien im Wasser etc.