Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept 2018 "Innenstadt und Hennelandschaft"

Städtebauliches Entwicklungskonzept… Was ist das eigentlich?

Ein Städtebauliches Entwicklungskonzept stellt den Fahrplan für die zukünftige Entwicklung eines klar abgegrenzten Bereiches im Gebiet einer Stadt dar. Im diesem Fall das Gebiet der unmittelbaren Innenstadt von Meschede mit der südlich angrenzenden Henne-Landschaft. Der Zweck solch eines Konzeptes liegt darin begründet, dass man im Rahmen der Stadtplanung kein unkoordiniertes „Projekt-Stückwerk“ produzieren möchte, sondern strukturiert nach dem eingangs benannten Fahrplan vorgeht. In der Summe sollen die einzelnen Maßnahmen zur Erreichung bestimmter, innerhalb des Konzeptes festgelegter Ziele beitragen.

Außerdem basiert ein Städtebauliches Entwicklungskonzept stets auf einer fundierten Analyse der bestehenden Situation im Plangebiet, so dass eindeutig begründet werden kann, warum  ein bestimmtes Projekt notwendig ist bzw. was damit erreicht werden soll. Nicht zuletzt werden im Städtebaulichen Entwicklungskonzept auch Anregungen aus der Öffentlichkeit aufgenommen und zusammengefasst, die im Zuge unterschiedlicher Beteiligungsprozesse gesammelt wurden.

Der integrierte Ansatz – der ja bereits aus dem Namen des Konzeptes hervorgeht – verfolgt das Ziel, nicht nur die „harten“ baulichen Strukturen in den Blick zu nehmen. Darüber hinaus sollen auch Themenbereiche wie Grün in der Stadt, Sozialer Zusammenhalt, Kultur und Generationen berücksichtigt werden.

 

Das neue INSEK 2018

Der Rat der Kreis- und Hochschulstadt Meschede hat am 09.12.2010 das ursprüngliche Städtebauliche Entwicklungskonzept  Innenstadt und Henne-Landschaft beschlossen. Das Konzept war Grundlage für annähernd alle Projekte, die während der REGIONALE 2013 umgesetzt wurden. Ein Blick auf die nebenstehende Karte verdeutlicht, dass ein sehr großer Teil der damals geplanten Maßnahmen im Laufe der letzten Jahre tatsächlich fertiggestellt werden konnte.

Mit dem neuen Konzept, dass am 13.12.2018 vom Rat der Kreis- und Hochschulstadt Meschede beschlossen wurde, soll nun an die umgesetzten Projekte angeknüpft werden und der Umgestaltungsprozess auf neue Teilbereiche innerhalb des Stadtumbaugebietes ausgeweitet werden. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden im neuen Konzept diejenigen Maßnahmen des alten Konzeptes genauer betrachtet, die in der Vergangenheit noch nicht umgesetzt werden konnten. Im Zuge des Erarbeitungsprozesses wurden einige Maßnahmen gänzlich zurückgenommen, da diese bei näherer Betrachtung nicht mehr umsetzbar oder erforderlich waren. Weitere Maßnahmen wurden aktualisiert und präziser in einzelne Bausteine ausdifferenziert. Gemeinsam mit verschiedenen neuen Maßnahmen liegt nun eine konzeptionelle Grundlage vor, die für die kommenden 10 Jahre eine Leitlinie für die Innenstadtentwicklung darstellt. Dieses langfristige Handlungsprogramm beinhaltet 60 Einzelmaßnahmen mit unterschiedlicher Priorität.

 

Städtebauliche Gesamtmaßnahme „Schwerpunktbereich 1 – Kernstadt und Fußgängerzone“

Im Rahmen des neuen INSEK wurde der unmittelbaren Kernstadt im Bereich der Fußgängerzone die höchste Priorität beigemessen, da in diesem Bereich unmittelbar an die REGIONALE 2013 Maßnahmen sowie aktuell fertiggestellte Projekte wie dem heruM oder der Querspange Rebell/ Von-Stephan-Straße angeknüpft werden kann. Es soll somit die Chance einer zusammenhängenden  Umgestaltung insbesondere der öffentlichen Räume in der Fußgängerzone genutzt werden.

Zu diesem Zweck wurden 30 Einzelmaßnahmen aus dem INSEK ausgewählt, die kurz- bis mittelfristig durchgeführt werden sollen. Der Umsetzungshorizont sieht zur abschließenden Realisierung dieses Maßnahmenpaketes – der sogenannten Städtebaulichen Gesamtmaßnahme – das Jahr 2025 vor. Zur Kofinanzierung dieser Maßnahmen ist in erster Linie das Teilprogramm „Stadtumbau West“ der Städtebauförderung vorgesehen.

IhreAnsprechperson

Stephan Rach

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