Kinderwünsche erfüllen - Freude unterm Weihnachtsbaum 2020

Viele Kinderwünsche aus den Mescheder Kindergärten gehen jedes Jahr bei der Projektgruppe ein und werden dann, liebevoll als Wunschzettel verpackt, am Stand auf dem Mescheder Wochenmarkt aufgehängt. Dort haben die Mescheder Bürger die Möglichkeit, sich einen Weihnachtswunsch vom Baum zu pflücken, um diesen zu erfüllen. 2012 bei den Mescheder Stadtgesprächen gegründet, hat die Aktion inzwischen einen festen Platz in der Vorweihnachtszeit auf dem Mescheder Wochenmarkt.

Corona erforderte 2020 auch hier eine andere Vorgehensweise:
In diesem Jahr konnten die Wunschzettel nicht aufgehängt und keine Geschenke abgegeben werden. Trotzdem hat die Aktionsgruppe einen Weg gefunden, wie Sie die Kinderaugen leuchten lassen und den bedürftigen Kindern eine Freude machen konnte.
Statt der Geschenke wurden Spenden gesammelt, von denen dann die Kinderwünsche im Namen des Spenders erfüllt wurden.

Durch die zahlreichen Spenden der Mescheder Bürgerinnen, Bürgern und ansässigen Firmen konnten die Mitglieder von „Freude unterm Weihnachtsbaum“ 204 Kindern aus dem 

Stadtgebiet eine Weihnachtsüberraschung bescheren.

Die Gruppe bedankt sich sehr herzlich und freut sich auf die Adventszeit 2021, wenn der Wunschbaum wieder Wünsche zum Pflücken bereithält und Kindern, sowie den Schenkenden eine „Freude unterm Weihnachtsbaum“ macht.

Bei Interesse oder Fragen melden Sie sich gerne unter:
freudeuntermweihnachtsbaum.mes@googlemail.com

Und so funktioniert's:

immer freitags (12.11./19.11./26.11.2021) jeweils von 8 bis 12 Uhr auf dem Mescheder Wochenmarkt einen nummerierten Weihnachtswunsch vom Weihnachtsbaum pflücken (wenn ihr Kind den Wunsch mit aussuchen möchte: Stadtbücherei -samstags 13.11., 20.11.& 27.11.2021 - 9.30 bis 12.30 Uhr)

 

  • Wunsch in Höhe von max. 25 Euro erfüllen
  • das unverpackte nummerierte Geschenk bis einschließlich Freitag den 10. Dezember, um 11 Uhr ins Bürgerbüro (Rathaus) zurückbringen
  • Mescheder Kindern ein fröhliches Weihnachtsfest bescheren!

Die Geschenke werden den Kindern von einem Weihnachtsboten überreicht.

Viele Kinderwünsche aus den Mescheder Kindergärten gehen bei der Projektgruppe ein und werden dann, liebevoll als Wunschzettel verpackt, am Stand auf dem Mescheder Wochenmarkt aufgehängt. Dort haben die Mescheder Bürger die Möglichkeit, sich einen Weihnachtswunsch vom Baum zu pflücken, um diesen zu erfüllen.

Zum Download

Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie im Flyer oder bei den angegebenen Ansprechpersonen.

Wollen auch Sie helfen?

Wenn auch Sie in diesem Jahr Kinder glücklich machen möchten, würden wir uns freuen! Ohne die Hilfe der Mescheder Bürger ist dieses Projekt gar nicht möglich. Oder helfen Sie uns beim Planen und Verpacken der Geschenke - wir können jede helfende Hand gebrauchen! Ab September beginnen wir mit der Planung und Organisation.

Ob alleine, mit Freunden, Arbeitskollegen oder der Familie - Auch Sie können Mescheder Kindern aus Elternhäusern mit knappem Budget „Freude unterm Weihnachtsbaum“ bescheren!

Entstehung der Gruppe Freude unterm Weihnachtsbaum

Im Herbst 2011 fanden die ersten Stadtgespräche im Schulzentrum am Krankenhaus statt. Rund 100 Bürger der Kreis-und Hochschulstadt Meschede kamen dem Aufruf nach, um sich ehrenamtlich für die Zukunft unserer Stadt einzusetzen.

Damals war eine Studentin der FH Meschede anwesend und stellte das Projekt Freude unterm Weihnachtsbaum aus Ihrem ursprünglichen Heimatort in Ostdeutschland vor. Sie selbst hatte den Erfolg dieses Projektes in Ihrer Heimatstadt miterlebt. Von der Begeisterung der Studentin angesteckt und der Idee fasziniert bildete sich die Gruppe „Freude unterm Weihnachtsbaum“ in Meschede.

Zu Beginn hat die neu entstandene Gruppe versucht die Anzahl der Bedürftigen abzuschätzen. Im Nachhinein kam man zu dem Ergebnis, dass alle die Anzahl unterschätzt hatten.

Die Anzahl an Bedürftigen Kindern die vom Jugendamt  genannt wurden haben alle Teilnehmer schockiert. Hätten sie alle Bedürftigen, also Personen bis Ausbildungsende, eingeschlossen, wären sie auf über 1500 Personen gekommen.
Man hat sich dann darauf geeinigt, sich am Anfang nur auf die Kindergärten zu beschränken. Hier lag die Zahl damals schon bei über 130 Kindern. Alle Kindergärten des Stadtgebietes und das Jugendamt wurden zur Auswahl hinzugezogen.
Da man anfangs nicht wusste wie groß die Beteiligung der Bevölkerung an dem Projekt sein würde, hat die Gruppe von Anfang an und bis zum heutigen Tage immer Sponsoren gesucht. Damit konnten die Ehrenamtlichen mittlerweile ein Geldpolster bilden, dass es ihnen erlaubt auch Geschenke selbstständig zu kaufen. Dies war z.B. im Jahr 2016 erforderlich. Im Zuge der Flüchtlingswelle konnten die Weihnachtsboten 100 Geschenke für die Flüchtlinge an die Stadt finanzieren.

Die Anonymität der Kinder hatte von Beginn an höchste Priorität. Man gab also an Hand einer Excel Tabelle den Kindergarten einen Buchstaben und den Kindern eine fortlaufende Nummer. Auf den Wunschzettel standen nur das Alter, Geschlecht und der Wunsch des Kindes.
Die Abgabe der Geschenke in den Einrichtungen bezog sich nur auf das Personal. Diese gaben es dann an die Eltern oder Erziehungsberechtigten weiter.
Als wir dann die Wünsche an Hand der Kindergärten zugesandt bekamen ergab sich eine neue Herausforderung. Wir mussten im Netz überprüfen ob die gewünschten Artikel noch lieferbar sind und sich der Preis in den angegebenen Rahmen befand.

Anfangs wurde der Weihnachtsmarkt in der Innenstadt als Anlaufstelle für die Bürger und Bürgerinnen genutzt. Es Informationsstand auf dem Platz des Weihnachtsmarktes aufgebaut. Ein gesponsorter Weihnachtsbaum und ein Zelt der Caritas boten die Vorrausetzungen für den Stand. In einem vorher geplanten Schichtsystem befanden sich immer abwechselnd zwei bis drei Personen am Stand. Am Baum waren die Wünsche der Kinder verteilt. In einer Liste wurden dann die „Schenker“ eingetragen, damit bei Rückfragen Probleme abgeklärt werden konnten. Das Geschenk sollte ohne Geschenkpapier in einen Zeitfenster von maximal drei Wochen am Bürgerbüro abgegeben werden. Von dort aus wurde es turnusmäßig in den Besprechungsraum der Schützenhalle Süd gebracht.

Nachdem der Weihnachtsmarkt nicht mehr stattfand, wurden drei Freitage des Wochenmarktes genutzt. Später kam dann noch die Bücherei hinzu. Dies war ein Wunsch der Bevölkerung, da nicht alle Menschen die Zeit haben den Wochenmarkt zu besuchen. Als dann später noch die Weihnacht App durch das Stadtmarketing dazu kam, wurde auch dieses Medium hinzugezogen.

Im Vorfeld der Geschenaktion wurden von den Mitgliedern Zweige gesammelt und als Deko hergerichtet. Die zusätzlichen Tüten mit ein paar Süßigkeiten und Obst, nebst Nüssen usw. wurden anfangs noch in den Räumlichkeiten der Schützenhalle, später dann bei den Teilnehmern zu Hause angefertigt. Im Raum der Schützenhalle wurden die Geschenke an Hand der Buchstaben sortiert, kontrolliert und verpackt. Die Buchstaben-/ Zahlenkombination musste auf dem Papier geklebt werden.

Die Zahlen der letzten Jahre bestätigen die tolle Resonanz auf dieses Projekt: Die Anzahl der Geschenke konnte von Jahr zu Jahr gesteigert werden! Angefangen mit 48 Geschenken, konnten im letzten Jahr 2018 über 230 Kinder glücklich gemacht werden.

Ein Erfahrungsbericht eines Ehrenamtlichen

Ich habe mich damals bei der Gründung von diesem Projekt sofort begeistern können, weil ich selbst eine Tochter habe, die jahrelang Alleinerziehend war und zwei Kinder ohne Unterhalt großziehen musste. Hautnah habe ich ihre Not erfahren und gemerkt wie sehr unser „Sozialstaat“ diese Menschen ausgrenzt.
Diese Menschen haben es nicht verdient, dass sie vergessen werden.

Von Anfang an habe ich mich in diesen Kreis sehr wohl gefühlt. Anhand der Wünsche habe ich in den Jahren gemerkt, dass es Kinder gibt, die sich ein paar Hausschuhe oder Malstifte wünschen. Da gibt es kleine Mäuse, die von einem T-Shirt oder einen Schlafanzug träumen. Solche Wünsche bewegen mich immer wieder. Auch die liebgeschriebenen Dankesbriefe begeistern mich jedes Jahr aufs Neue.

Die andere Seite zeigt mir aber auch, dass die Mescheder Bevölkerung von Anfang an auf unserer Seite stand. Sie fanden es gut, dass dieses Projekt UNSEREN Kindern zu Gute kommt. Wir geben auch zu verstehen, dass es nirgendwo eine Bearbeitung oder Gebühr gibt. Alle geschenkten Artikel kommen auch bei den Kids an. Für alle weiteren Ausgaben haben wir Sponsoren. Wir selbst bekommen nichts dafür, ja wir haben sogar eigene Ausgaben für Sprit, Deko usw. die wir gerne aus eigener Tasche bezahlen.

Ich bin gerne dabei und werde dies noch einige Jahre fortführen.

IhreAnsprechperson