Mosaik von Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser: Informationsangebot erweitert


Meschede. Die starken Regenfälle und das folgende Hochwasser 2006 und 2007 sind vielen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Meschede noch im Gedächtnis. Die Kreis- und Hochschulstadt hat nun ihr Informationsangebot zum Thema Hochwasser ausgebaut. Auf der Homepage der Stadt finden sich umfangreiche Erläuterungen, Tipps und Ratschläge, aber auch Informationen darüber, was die Stadt präventiv getan hat, um künftig Hochwasser möglichst zu vermeiden.

Es gibt Informationen über die Definition von Hochwasser, Früherkennung, Pegelstände und Meldewege bei drohendem Hochwasser. Interessant für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Meschede dürfte eine Karte sein, auf der alle hochwassergefährdeten Bereiche eingezeichnet sind. Dank des großen Maßstabes können sogar einzelne Grundstücke identifiziert werden. Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer können die Karten also nutzen, um die Risiken für ihr Eigentum zu ersehen. Mit Vorsorgemaßnahmen kann dann das Risiko von Überschwemmungen minimiert werden.

Wie allgemein Vorsorge vor Hochwasser getroffen werden kann, wird ausführlich geschildert. Ebenso gibt es praxisorientierte Hinweise, wie jeder sein Haus und Grundstück ganz konkret schützen kann. Ein Thema ist auch der Versicherungsschutz – falls es doch einmal zu einer Überflutung kommen sollte.

Lang ist die Liste der vielen Maßnahmen, die die Stadt Meschede in den letzten Jahren getroffen hat, um im Stadtgebiet für mehr Hochwasserschutz zu sorgen: So wurden zum Beispiel in den Stadtteilen Berghausen, Calle, Grevenstein, Heinrichsthal, Meschede, Mielinghausen, Mülsborn, Wallen und Wennemen Durchlässe erweitert, Hochbordsteine und zusätzliche Straßenabläufe eingebaut, neue Bordsteinanlagen als zusätzliche Wasserführung vor betroffenen Anliegergrundstücken errichtet, Bankette an Wirtschaftswegen abgeschält.

Mit dem Hochsauerlandkreis und anliegenden Landwirten wurde über Fruchtfolge und Schutzstreifen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen gesprochen. Mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW wurden zusätzliche Entwässerungseinrichtungen an Landstraßen in den betroffenen Bereichen abgestimmt.

Eine Maßnahmen- und Kontrollliste zur Hochwasserprävention wurde erstellt. Dabei geht es darum, Einlaufgitter und Auslaufgitter zu reinigen, Gräben und Bachläufe auszuräumen, Regeneinläufe zu reinigen und Bankette an Wirtschaftswegen abzuschieben. Auch die Kontrollzyklen an bekannten Gefahrenstellen wurden verkürzt.

Deutlich früher greift die Renaturierung von Fließgewässern. Die bisher umgesetzten Maßnahmen nach den Renaturierungskonzepten für die Ruhr und für die Nebengewässer der Ruhr mindern die Fließgeschwindigkeit und verringern die Scheitelhöhe eines Hochwassers.

Die Erneuerung des Durchlasses für den Berkeibach im Verlauf der Eisenbahnstrecke „Obere Ruhrtalbahn“ war ein Baustein in dem Mosaik von Maßnahmen, die durch die Kreis- und Hochschulstadt Meschede seit dem Jahr 2007 durchgeführt worden ist. Anlass waren die Überschwemmungen bei den Starkregenereignissen am 17. September 2006 und am 10. Juni 2007.

Die ausführlichen Informationen finden sich unter www.meschede.de/rathaus-service/infrastruktur-stadtentwicklung/hochwasserschutz/ auf der Homepage der Stadt Meschede.