60 Meter lange Rampe ermöglicht barrierefreien Zugang zum Bahn-Tunnel


Schachtmeister Christian Krömpel und Bauleiter Michael Klauke mit dem Plan der Park-and-Ride-Anlage. Foto: Stadt Meschede

In mehreren Windungen führt die barrierefreie Rampe künftig vom Parkplatz hinunter zum Tunnel der Deutschen Bahn. Foto: Stadt Meschede

Meschede. Die Windungen der 60 Meter langen Rampe sind schon erkennbar: An der Park-and-Ride-Anlage an der Lagerstraße in Meschede gehen die Arbeiten voran. „Wir sind im Zeitplan“, sagt Bauleiter Michael Klauke vom Fachbereich Infrastruktur der Kreis- und Hochschulstadt Meschede. Dennoch hat der Winter einen Strich durch die ambitionierten Zeitpläne gemacht: „Die hohen Minustemperaturen über einen langen Zeitraum haben uns einen Monat gekostet. Bei der Kälte konnten wir nicht betonieren“, erklärt Schachtmeister Christian Krömpel von der Firma Sauer & Sommer.

Beton wird derzeit reichlich dort verbaut: Mit der langen, in mehreren Windungen gebauten Rampe wird es Rollstuhlfahrern ermöglicht, die drei Höhenmeter vom Parkplatz hinunter zum Tunnel unter den Bahngleisen zu überwinden. Die Länge der Rampe wird notwendig, weil die Steigung maximal sechs Prozent betragen darf.

Hohe Wände schützen die Rampe und auch die Treppenanlage vor eindringendem Grund- und Regenwasser. Zwei Pumpen sorgen in dem Bauwerk dafür, dass das Wasser kontinuierlich zurückgedrängt wird. Etwa acht bis zehn Wochen werden die Arbeiten dort noch andauern.

Auf dem Parkplatz werden parallel derzeit Bordsteine gesetzt, erfolgen Pflasterarbeiten, wird an einigen Stellen bereits Mutterboden aufgefüllt. Danach stehen dann die Asphaltierungsarbeiten an.

Auf der anderen Seite der Rampe entstehen in den nächsten Wochen zwei Behindertenparkplätze, zehn Fahrradboxen, einige Plätze für Car-Sharing-Fahrzeuge, zwei Ladestationen für Elektrofahrzeuge sowie der neue Stellplatz für den Fahrradbus.

„Vermutlich Ende August“ rechnet Michael Klauke mit der Fertigstellung der kompletten Park-and-Ride-Anlage. Den Straßenverkehr beeinträchtigt die längere Bauzeit nicht, da die Lagerstraße mit dem Kreisel als Zufahrt zum Parkplatz bereits vor Weihnachten fertiggestellt wurde.