Ehrenbürger und Persönlichkeiten

Wenn die Städte und Gemeinden in den letzten hundert Jahren verdiente Bürger und Amtspersonen besonders ehren wollten, wurden ihnen die Ehrenbürgerrechte verliehen.

August Macke (1887 - 1914)

August Macke war einer der bekanntesten deutschen Maler des Expressionismus. Er wurde 1887 in Meschede geboren und lebte mit seiner Familie in der Schützenstraße. Später zog er ins Rheinland, wo er eine Ausbildung an der Königlichen Kunstakademie Düsseldorf erhielt.

Die zwei abgebildeten Kunstwerke sind als Originale im Besitz der Kreis- und Hochschulstadt Meschede.

Julius Lex sen. (1829 - 1917)

Fabrikant und Kommunalpolitiker. Ehrenbürger der Stadt Meschede seit dem 9. Dezember 1910, Ritter mehrerer Orden.

Er gründete im Jahre 1863 die bis nach dem zweiten Weltkrieg bestehende Leistenfabrik für Schuhspanner und hölzerne Schuhleisten im Hennetal vor den Toren Meschedes.

Er war eine große Unternehmer-Persönlichkeit und viele Jahrzehnte lang der „starke Mann“ von Stadt und Kreis Meschede. Lex‘ besonderer Verdienst: Er brachte das elektrische Licht nach Meschede und forcierte die Gründung eines E-Werks.

Dr. Emil Scholand (1848 - 1934)

Mit Beschluss vom 29. Januar 1926 machten die Mescheder Stadtverordneten den Arzt Dr. Emil Scholand zum Ehrenbürger der Stadt Meschede.
Dr. Emil Scholand praktizierte über 50 Jahre als Arzt in der Kreisstadt Meschede.

Franz Josef Ruegenberg (1870 - 1948)

Pfarrer von Remblinghausen von 1908 bis 1948. Zum Priester geweiht am 9. März 1894. Ehrenbürger der Gemeinde Remblinghausen seit dem 23. September 1933.

Eher als die meisten Politiker hatte Franz Ruegenberg erkannt, dass die nachhaltigste Sozialpolitik jungen Menschen eine gute und breite Bildung und damit Zukunftsperspektive anbietet. In diesem Sinn war Franz Ruegenberg während seines ganzen Lebens engagierter Sozialpolitiker.

Fritz Honsel (1888 - 1964)

Fabrikant, Gründer der Honsel-Werke. Seit dem7. Juli 1953 Ehrenbürger der Stadt Meschede. Er war ebenfalls Ehrenbürger der Gemeinde Wenholthausen, Ehrenbürger der Technischen Hochschule München und Träger des großen Verdienstkreuzes und Dr. Ing. hc.

Ab 1917 ist die Geschichte der Firma Honsel ein bedeutender Teil der Geschichte der Stadt Meschede. Denn in diesem Jahr gründeten die Gebrüder Fritz und Otto Honsel an der Ruhr eine Aluminium-Fabrik, als Zweigunternehmen der im Jahre 1908 in Werdohl gegründeten ehemaligen Aluminiumwerke Gebr. Honsel.

Fritz Honsel war ein Unternehmer der Extra-Klasse und ein Glücksfall für Meschede.Bei seinem Tod im Jahre 1964 zählten die Honsel-Werke über 2000 Beschäftigte.

Joseph Künsting (1880 - 1962)

Sechster Pfarrer der Pfarrkirche von St. Walbur-ga. Geistlicher Rat. Träger des Bundesverdienst-kreuzes erster Klasse. Ehrenbürger der Stadt Meschede seit dem 6. April 1956

Ferdinand Gerwinn (1872 - 1958)

Pfarrer der Gemeinde Freienohl von 1916-1949. Geistlicher Rat. Ehrenbürger der Gemeinde Freienohl seit dem 17.4.1956.

Carl Veltins (1894 - 1964)

Ehrenbürger der Stadt Grevenstein seit dem 14. Juni 1959.

Als Carl Veltins (1894 - 1964) gerade 20 Jahre alt war, starb sein Vater (1913). In dieser Zeit der Not übernahm sein Onkel fünf Jahre lang die Leitung des Unternehmens, Carl zog in den ersten Weltkrieg, aus dem er 1918 gesund zu-rückkehrte. Mit der Hilfe des erfahrenen Onkels arbeitete er sich in die Brauereigeschäfte ein. Indessen erschütterten Aufstände Deutschland, Hunger regierte - und dies nicht nur unter den Ärmsten. Carl Veltins führte schon nach fünf Jahren die Geschäfte alleine, denn sein Onkel hatte sich zur Ruhe gesetzt.

Halfen Carl Veltins 1953 noch 17 Mitarbeiter, so waren es 1960 schon 81.

Ferdinand Flügge (1879-1964)

Ehrenbürger der Gemeinde Grevenstein seit dem 14.12.1959Der Landwirt und Postagent Ferdinand Flügge war 38 Jahre Gemeindevertreter, davon 15 Jahre Bürgermeister bzw. Gemeindevorsteher.

Dr. Ferdinand Reichsgraf von Spee (1909 - 1980)

Ehrenbürger der Stadt Grevenstein seit dem 28. Januar 1965, Ehren- und Devotionsritter des souveränen Malteser Ritterordens.

In schwerer Zeit unterstützte Graf von Spee die Stadt Grevenstein und ihre Bürger in vorbildlicher Weise.

Durch preiswerte Bereitstellung von Grundstücken aus seinem Besitz sorgte Graf von Spee dafür, dass die Wohnungsnot nach dem zweiten Weltkrieg gelindert werden konnte und mancher Grevensteiner zu seinem ersehnten Eigenheim kam. Auch für die Errichtung von Schule, Kindergarten, Sportplatz, Freibad und Freizeitanlagen stellte er günstig gelegene Grundstücke zur Verfügung. Bei dieser wahrhaft hochherzigen Unterstützung war es für die Stadt Grevenstein nicht schwer, ihre Probleme zu lösen.

Abt Harduin Bießle OSB (1902 - 1985)

Von 1956 bis 1976 erster Abt der Benediktinerabtei Königsmünster, Meschede.

Dr. Konrad Müller (1905 - 1992)

Ehrenbürger der Stadt Meschede seit dem 4.7.1973.

Als Dr. Konrad Müller als leitender Arzt des St. Walburga-Krankenhauses und Chefarzt der Inneren Abteilung am 4.7.1973 verabschiedet wurde, dankte ihm die Stadt Meschede für seine 35-jährige Tätigkeit im Dienst des Mescheder Krankenhauses mit der Verleihung des Ehrenbürgerbriefes.

Josef Busch (1905 - 1975)

Ehrenbürger der Stadt Meschede seit dem 13.3.1975.

Der Kaufmann Josef Busch ging aus einer Familie hervor, die schon um 1550 in Meschede ansässig und urkundlich erwähnt worden war.Er war von Ende 1952 bis November 1969 Amtsbürgermeister des Amtes Meschede und nach dem Tode von Engelbert Dick gleichzeitig Bürgermeister der Stadt Meschede (1962 - 1969).

Hans Liese (1913-2005)

Ehrenbürger der Stadt Meschede seit dem 30.4.1981. Amts- und Stadtdirektor von Meschede 1956 - 1976.

Franz Stahlmecke (1925-1997)

Bürgermeister der Stadt Meschede 1975 - 1997. Ehrenbürger der Stadt Meschede seit dem 29.8.1998.

Der Mann, der seit der kommunalen Neuordnung (1975) und damit mehr als 22 Jahre an der Spitze der Stadt gestanden hatte, der die verschiedenen Stadtteile zusammenführte wie kein, der Stadtdirektoren und Stadträte kommen und gehen sah, verkörperte Meschede wie kein anderer. Er vertrat Meschede - in den kommunalen Gremien der Stadt und des Hochsauerlandkreises, in den überregionalen Organisationen und Verbänden, in den Partnerstädten des Auslandes.