Kirchen, Kloster und Kapellen

Abtei Königsmünster

Das Kloster "Königsmünster" wurde im Jahr 1928 auf dem Mescheder "Dünnefeld" von den Benediktinern der Abtei St. Ottilien in Bayern gegründet und 1956 zur Abtei erhoben. 1957 wurde der erste Trakt des Gymnasiums errichtet, das – wie das Kloster – inzwischen durch mehrere Gebäude erweitert wurde.

Die imposante Abteikirche wurde nach Plänen des Kölner Architekten Hans Schilling 1964 eingeweiht. Architektonisch eindrucksvoll ist auch das 2001 eingeweihte "Haus der Stille".

Infos zum Klosterladen gibt es hier www.abteiladen.de

Kontakt:
Abtei Königsmünster | Gastbüro
Klosterberg 11 | 59872 Meschede
Tel. 0291 2995-210
www.koenigsmuenster.de

Kloster Galiläa

Durch Schenkung kam 1483 das kleine Dorf Hückelheim mit seinen Höfen an die Dominikanerinnen der Klausenkapelle vom Keppelsberg. Das im Jahre 1484 als Ausweichquartier von den Dominikanerinnen gegründete Kloster wurde im Jahr 1810 als letztes Kloster in Westfalen aufgehoben. Vor der Klosterunterbringung war auf dem Gelände das Gut Hückelheim zu finden. Bereits 1860 wurden die Kirche und die Wohngebäude des Klosters abgebrochen. Lediglich ein Flügel blieb bestehen. Dieser wird heute als privates Wohngebäude genutzt.

Kirchen im Stadtgebiet

Pfarrkirche St. Walburga – Meschede
Auf den Grundmauern eines vorromanischen Baus steht die ehemalige Stiftskirche St. Walburga, die seit 1787 Pfarrkirche ist. Im 9. Jahrhundert wurde sie Mittelpunkt eines adeligen Damenstiftes. Der Turm (und damit die erste gemauerte Kirche) ist nachweislich aus den Jahren 897 bis 913. Nach einem Brand im 12. Jahrhundert entstand die jetzige Apsis mit der erhöhten Choranlage. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der romanische Bau so zerstört, dass er 1663/64 einem Neubau weichen musste - der heutigen gotisierenden Hallenkirche.

Pfarrkirche St. Lucia in Berge
Die Pfarrkirche in Mittelberge wurde am 18. Mai 1968 durch den damaligen Weihbischof Dr. Johannes Joachim Degenhard konsekriert. Der Baustil der Kirche orientiert sich am zweiten vatikanischen Konzil und dem "aggiornamento". Danach sollten Kirchen Versammlungsräume der Christen sein, in denen die Gläubigen um den Altar, der im Mittelpunkt steht, zusammen kommen.

Pfarrkirche St. Johannes Evangelist – Eversberg
Mit dem Bau der Kirche wurde begonnen, als Graf Gottfried von Arnsberg den Eversbergern anno 1242 die Stadtrechte verlieh. Sie wurde im romanisch-gothischen Übergangsstil errichtet. Der Turm war als Wehrturm gedacht. Er hatte ursprünglich ein pyramidenförmiges, mit Blei gedecktes Dach. Die jetzige Barockhaube erhielt der stärkste und mächtigste Kirchturm im Hochsauerlandkreis im Jahre 1712 durch den Meister Conrad Hesse aus Hallenberg. Wie in Remblinghausen stammt der prächtige, farbig gestaltete und goldgefasste Orgelprospekt vom Soester Orgelbauer Georg Fromme aus dem Jahr 1765. Die Orgel selbst ist ein Neubau aus dem Jahr 1990.

Pfarrkirche St. Antonius Einsiedler – Grevenstein
Die katholische Pfarrkirche ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude. Graf Wilhelm von Arnsberg ließ die Kapelle 1327 als Anbau an seine Grevensteiner Burg errichten. Von dieser stammt vermutlich der alte Teil des 1937 verlängerten Chorraumes. Gebaut wurde die Kirche im späten Übergangsstil zur Gotik mit spitzbogigen Fenstern und massiven Walzensäulen. Reste einer bescheidenen Barockausstattung sind noch zu sehen. Die neue Ausmalung des Innenraums erfolgte 2004 nach einer grundlegenden Sanierung von Turm und Kirchenschiff.

Pfarrkirche St. Severinus – Calle-Wallen
Die Severinus-Kirche wurde in den Jahren 1853 bis 1858 als Zentrum des Kirchspiels Calle, welches damals von Schüren bis berge und Wennemen 15 Ortschaften umfasste, gebaut. Dies erklärt die für einen kleinen Ort ungewöhnliche Größe. In der renovierten Pfarrkirche ist der Hochaltar aus dem Jahr 1636 mit 5 Tafelbildern und 5 Heiligenskulpturen besonders erwähnenswert.

Pfarrkirche St. Nikolaus in Freienohl
Im Jahre 1753 wurde die Kirche anstelle eines Vorläuferbaus als einschiffiger Bau errichtet. Der neue Hochaltar wurde dem heiligen Nikolaus geweiht. Da in der Folgezeit die Bevölkerung rasch zunahm, folgte eine Vergrößerung des Kirchenraums. 1886 wurde das Chor und die östliche Hälfte des Langhauses abgerissen und durch eine in die Breite gezogene kreuzförmige Erweiterung ersetzt. Die nach Süden gelegene Sakristei wurde 1956/57 vergrößert.

Pfarrkirche St. Jakobus – Remblinghausen
Die Kirche ist um die Grundmauern einer aus dem 13. Jahrhundert stammenden romanischen Kirche errichtet worden, die nur ca. 50 Personen Platz bot. Die heutige Kirche wurde im Jahre 1754 erbaut. Das Innere erinnert durch die schmalen spitzbogigen Kreuzgewölbe an gotische Bauten. Die Kirche besitzt einen stattlichen Westturm aus dem Jahr 1755. Zur Ausstattung aus der Erbauungszeit gehört zudem eine sitzende Holzfigur des heiligen Jakobus aus dem 15. Jahrhundert. Von der spätbarocken Orgel des Soester Orgelbauers Georg Fromme aus dem Jahre 1780 ist das wunderschöne historische Gehäuse mit dem alten Prospekt und den dunklen Originalpfeifen erhalten. Der Hochaltar wurde 1949 durch einen Brand beschädigt. An den Seitenaltären aus den Jahren 1768/69 finden sich Arbeiten von Johann Adam Destadt. Die Kirche liegt am Jakobsweg, der nach Santiago de Compostela führt.

Pfarrkirche St. Nikolaus – Wennemen
Die Kirche in ihrer imposanten Lage, mit einer eindrucksvollen Schauseite zum Ruhrtal, ist das Werk des Düsseldorfer Architekten Tietmann und stammt aus dem Jahr 1929. Die Kirche ist ein Ziegelbau mit einem massigen Unterbau aus Bruchsteinen. Portal und Westseite sind bewusst einfach und schmucklos gehalten. Aus der ehemaligen Kapelle wurden zwei bemerkenswerte gotische Bildwerke übernommen: Ein heiliger Jakobus und Anna Selbdritt.

Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurde 1953 nördlich der Ruhr erbaut. Das nach Plänen der Architekten Dierkes und Brochhausen errichtete Gotteshaus ist Zentrum der nördlichen Stadtteile, in denen sich bereits ab 1941 eine eigene Pfarrei bildete. Die Ausdehung der Stadt machte in den 70er Jahren den Bau des Gemeinsamen Kirchenzentrums erforderlich, welches zu dieser Pfarrei gehört.

Pfarrkirche Hl. Familie – Wehrstapel/Heinrichsthal
Die ursprüngliche Kirche Heilige Familie wurde 1900 gebaut. Da der Platz für die gewachsene Gemeinde nicht mehr ausreichte,  wurde die Kirche 1974 durch die neue Kirche ersetzt. Lediglich der Kirchturm blieb erhalten. Die im Jahre 1959 installierte Orgel wurde weitgehend in die neue Kirche übernommen.

Eine Übersicht der Kirchengemeinden finden Sie hier >>

Evangelische Kirchen

Ev. Kirchengemeinde Meschede            
Schützenstraße 4 | 59872 Meschede
Tel. 0291 7723          
www.evangelische-kirchengemeinde-meschede.de

Ev. Christuskirche          
Schützenstraße 4 | 59872 Meschede
Tel. 0291 2861

Gemeinsames Kirchenzentrum              
Kastanienweg 6 | 59872 Meschede
Tel. 02932 700 323

Ev. Johanneskirche       
Von-Westphalen-Straße 7 | 59872 Meschede
Tel. 0291 2861

Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Kreuzkirche Meschede
Im Schwarzen Bruch 40 | 59872 Meschede
Kontakt: Pierre Diekena (Pastor)
Mobil 0160 96514102 | Tel. 0291 95290892
p.diekena@efg-meschede.de

Moschee

Fatih-Camii Meschede 
Jahnstraße 3 | 59872 Meschede
Tel. 0291  511 48
www.fatih-camii-meschede.de

Kapellen im Stadtgebiet

Halloh-Kapelle
Die Wallfahrtskapelle "Zur Schmerzhaften Mutter" auf dem Halloh aus dem Jahr 1686 liegt am Treffpunkt der drei Kreuzwege von Berge, Calle und Wallen. Der Altar in der Kapelle entstand um das Jahr 1700. Die Holzdecke im alten Teil der Kapelle ist ganzflächig bemalt. Auf dem Dachboden der kleinen Nebenkapelle wurden bei Dachreparaturen alte Krücken von Pilgern entdeckt, die lange als verschollen galten.

Klausenkapelle
Um das Jahr 1150 wurde auf dem Keppelsberg eine Kapelle errichtet, an die im 15. Jahrhundert eine Klause angegliedert wurde, welche von Dominikanerinnen bewohnt wurde. Diese verlegten 1486 jedoch in das neue Kloster Galiläa.
Nachdem die Kapelle im 17. Jahrhundert renoviert wurde, wohnte bis zur Säkularisation 1810 dort ein Klausner. Im Jahr 1819 ging die Kapelle in den Privatbesitz des Grafen von Westphalen über, der auf dem Gelände 1937 einen Familienfriedhof errichtete. In der Kapelle steht ein kostbarer spätgotischer Schnitzaltar aus dem Kloster Galiläa. Nach der Klosterauflösung wurde dieser eher zufällig wieder gefunden, aufwändig restauriert und aufgestellt.

Kreuzkapelle
Nach dem zweiten Weltkrieg vergrößerte sich die Zahl der evangelischen Christen in Freienohl erheblich, da mit dem Flüchtlingsstrom neue Gemeindemitglieder kamen. Anfangs wurde der Gottesdienst im Tanzsaal eines Hotels gefeiert. Später stellte die katholische Kirchengemeinde den evangelischen Christen ihren Raum zur Verfügung. 1956 hatte die evangelische Gemeinde ca. 400 Angehörige. Der Wunsch nach einer eigenen Kirche wurde laut. Dank des unermüdlichen Bemühens von Pfarrer Graf aus Oeventrop gelang es mit Unterstützung der Amtsverwaltung am Ostausgang, unmittelbar am Ufer der Ruhr ein Grundstück zu erwerben. 1957 konnte das neue Gotteshaus, die Kreuzkapelle, eingeweiht werden.

Küppelkapelle
Seit hundert Jahren ist die Küppelkapelle in ihrer heutigen Form ein Wahrzeichen für den Ort Freienohl. Sie hatte bereits eine Vorgängerin - einen Fachwerkbau mit Vordach. 1902 wurde mit den Vorbereitungen und dem Bau begonnen. Die Kapelle wurde dem heiligen Josef geweiht. Rechtzeitig zum achtzigsten Jubiläum wurde die Kapelle im Jahr 1982 von Grund auf renoviert, ebenso im Jahr 1985 der Vorplatz.

Lucia-Kapelle
1647 weihte Weihbischof Fricke die Kapelle zu Oberberge zu Ehren des heiligen Sebastian und der heiligen Luzia. Er konsekrierte damals die während des 30-jährigen Krieges entweihten Altäre und Kirchen aufs Neue. Der heilige Sebastian gilt als Schutzpatron vor Pest und ähnlichen Krankheiten. Später hat sich die heilige Luzia durchgesetzt. Ihr Bildnis schmückt den Barockaltar von 1706. Die 14 Kreuzwegstationen der Kapelle sind einfache Öldrucke aus der Zeit um 1890. Die Kapelle gehört somit zu den ältesten Gebäuden des Ortes. Heute steht sie den Besuchern und Bewohnern zu Gebet und heiligen Messen zur Verfügung. Gern wird sie auch zu Trauungen benutzt.

Romberg-Kapelle
Im Marianischen Jahr 1954 ist die Kapelle von Pfarrer Dolle, einem Sohn der Gemeinde der Gottesmutter Maria geweiht worden. Die Kapelle wurde zuvor von tatkräftigen Männern mit Steinen aus den Brüchen des Romberges erbaut. In feierlicher Zeremonie wurde eine Nachbildung der Fatima-Madonna in der Wehrstapeler Kirche geweiht und in anschließender Prozession zur neuerbauten Kapelle auf dem Romberg getragen. Die Kapelle ist ganz aus Bruchsteinen erbaut worden und hat ein Spitzdach mit sauerländischer Schieferdeckung. Zwei vorgezogene Pfeilerecken tragen die beiden Fußpfetten. Durch eine offene Rundbogenöffnung gelangt man in den kleinen Innenraum.

Ehrenfriedhof Eversberg

Auf dem Eversberger Ehrenfriedhof ruhen 915 Kriegstote des 2. Weltkrieges. Es handelt sich in erster Linie um Soldaten, die im März und April 1945 im Sauerland gefallen sind. Diese Einheiten wurden von Feldmarschall Model geführt. Die Gräber der Kriegstoten lagen im ganzen Sauerland verstreut - zum Teil in Feldern, Wiesen und Gärten oder Feldwegen. Aber auch auf kommunalen und kirchlichen Friedhöfen waren die Gefallenen in den letzten Kriegstagen bestattet worden.

Das Auffinden eines geeigneten gemeinsamen Friedhofsgeländes für diese Kriegstoten gestaltete sich schwierig. Zunächst wurde überlegt, den Friedhof in Bödefeld zu erbauen, später sollte er auf dem Klausenberg in Meschede oder bei der Kapelle in Winkhausen angelegt werden. Bis der jetzige Platz in der Eversberger Feldflur gefunden wurde, standen jedoch stets ungeeignete Bodenverhältnisse einer Umbettung im Weg. Die seinerzeit noch selbständige Stadt Eversberg stellte das Gelände bereitwillig zur Verfügung.

Der Ausbau der Anlage begann im Herbst 1958. Die letzten Umbettungen erfolgten 1961. Die auf dem Friedhof ruhenden Kriegstoten stammen aus allen Teilen Deutschlands: von Ostpreußen bis zum Rheinland, von Schleswig-Holstein bis Bayern und Österreich. Rund 240.000 DM wurden vom Bund, Land und dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge für den Ehrenfriedhof aufgebracht.

Die gebürtig aus dem Sauerland stammende Bildhauerin Anneliese Schmidt-Elk übernahm die künstlerische Gestaltung der kleinen Gedenkkapelle. Das Kunstwerk trägt den Namen: "Trauer und Tröstung". Als Material wurde Rüthener Sandstein verwendet. Die feierliche Einweihung und Übergabe fand am 9. Juli 1961 statt.

Die Kriegsgräberstätte Eversberg wird heute durch die Stadt Meschede betreut.

Standort: 
An der B55 Richtung Warstein,
Abzweig in Richtung Eversberg