Hünenburg

Auf den Spuren der ehemaligen Fluchtburg zur Zeit Karl des Großen…
Auf einem Bergvorsprung an der Ruhr etwa 1500 Meter nordöstlich von Meschede liegen die Reste der Hünenburg, einer karolingischen Wallanlage aus der Zeit der Sachsenkriege. Die kaum noch sichtbaren Mauern, Wälle und Gräben umfassen eine Stelle im Hang, von der aus weite Einsichten ins Ruhr- und Hennetal möglich waren. Sie diente als Fluchtanlage, der Verteidigung und zu Missionierungszwecken. Zwei konzentrisch verlaufende Halbkreiswälle, welche von einem Graben umgeben waren, schlossen sich an das steil abfallende Gelände an. Der äußere Ring, die sogenannte Vorburg, umfasst 2,8 Hektar, der innere (Hauptburg) ca. 0,8 Hektar.

Nach jetzigem Forschungsstand stammt die Burg aus dem ausgehenden 9. oder frühen 10. Jahrhundert. Ausgrabungen deuten darauf hin, dass die Burg lange Zeit bewohnt war. Der Fund einer Scherbe aus dem Turmfundament ermöglichte eine Datierung dieses Teils der Burg ins 11. Jahrhundert. Das oberhalb des heutigen Bernhard-Salzmann-Hauses gelegene Bodendenkmal ist stark bewachsen. Auf dem Gelände der früheren Vorburg liegt ein freizugänglicher Grillplatz mit toller Aussicht.