Kirchen und Kapellen


Pfarrkirche St. Nikolaus

Pfarrkirche St. Nikolaus

Sicher ist, dass Freienohl ursprünglich kirchlich zu Calle gehört hat, doch muss dieser Ort mindestens seit Ende des 13. Jahrhunderts eine eigene Kirche besessen haben, wenn es dafür auch keinen historisch urkundlich exakten Beweis oder Beleg gibt.

Im Jahre 1753 wurde die Kirche anstelle eines Vorläuferbaus als einschiffiger Bau errichtet. Erweitert wurde die Pfarrkirche im Jahr 1886 um zwei Kreuzarme und ein Ostjoch mit Chor.

Das dekorative Pilasterportal ist dominantes Zeugnis der barocken Bauphase.

Ausführliche Informationen zur Geschichte der Pfarrkirche erhalten Sie im Bereich Geschichtliches aus den Stadtteilen.

Küppelkapelle

Küppelkapelle

Seit hundert Jahren ist die Küppelkapelle in ihrer heutigen Form ein Wahrzeichen für den Ort Freienohl. Sie hatte bereits eine Vorgängerin - einen Fachwerkbau mit von Säulem getragenen Vordach.

Im Frühjahr 1902 wurde mit dem Vorbereitungen und dem Bau begonnen. Die Kapelle wurde dem hl. Josef geweiht. Rechtzeitig zum achtzigsten Jubiläum wurde die Kapelle im Jahr 1982 von Grund auf renoviert, ebenso im Jahr 1985 der Vorplatz.

Plastenbergkapelle

Plastenbergkapelle

Die Gemeinde Freienohl gelobte im Jahre 1686 eine am Fest Mariä Heimsuchung abzuhaltende Prozession mit Predigt zum Kreuz am Plastenberg.

Das Anliegen war, durch die Fürsprache der Gottesmutter zu erbitten, dass die Feldfrüchte vor Schaden bewahrt werden.

Im Jahre 1731 ließ Christina Margareta von Wesseler auf dem Plastenberg die jetzige Kapelle errichten.

Die über der Eingangshalle angebrachte Inschrift erinnert an die alte Votivprozession. Als Haus Bockum im 19. Jahrhundert an die Familie v. Devivere überging, wurde Mitte des 19. Jahrhunderts eine mit schweren Steinplatten abgedeckte Gruft unter der Kapelle angelegt, wo der Freiherr v. Devivere und seine Tochter ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.

Im Jahre 1911 vermachte die Freiin Walburga v. Devivere der Pfarrgemeinde Calle 300 Mark mit der Auflage, die Kapelle zu unterhalten. Diese glaubte aber, für diese Summe die Last nicht übernehmen zu können, und schlug das Legat aus. Schließlich überließ die letzte Eigentümerin, die Freiin Elisabeth v. Lüninck zu Ostwig, die Kapelle im Jahre 1931 der Pfarrgemeinde Freienohl.

Da zu dieser Zeit viele Freienohler arbeitslos waren, übernahm es der Gesellenverein, mit Unterstützung des SGV und der letzten Eigentümerin die Kapelle zu restaurieren, so dass sie am Himmelfahrtstage 1932 neu eingeweiht werden konnte.

Seitdem finden sich alljährlich am 1. Mai die Kolpingbrüder zum Messopfer ein. Im Jahre 1955 gelangte der Kapellenbezirk auch rechtlich durch Umpfarrung aus der Wennemer an die Freienohler Pfarrgemeinde. (Chronik "Freiheit Freienohl")

Kapelle auf dem Friedhof

Kapelle auf dem Friedhof

Der "Alte Friedhof" wurde im Jahre 1820 zwischen Twiete und Hohe Fohr angelegt, auf dem die abgebildete kleine Kapelle steht, die zuvor in der "Rümmecke" stand.

Der Friedhof wird in Zukunft nicht mehr genutzt werden. Im Jahre 1962 wurde als neue Begräbnisstätte für Freienohl der Waldfriedhof "Auf dem Hahn" errichtet.

Im Jahre 1707 ließen der kurfürstliche Jäger Philipp Holzapfel, der Bürgermeister in Freienohl, und seine Frau zur Ehre Gottes, der Allerheiligsten Jungfrau, des hl. Antonius von Padua und des hl. Hubertus in der Rümmecke eine Kapelle errichten.

Die Kapelle stand mutmaßlich am Zusammenfluß von Rümmeker Bach und Ruhr.
Es ist nicht auszuschließen, dass zuvor an dieser Stelle ein Wachturm oder ein ähnliches Bauwerk gestanden hat.

In Urkunden des 16. und 17. Jhdts. findet man die Bezeichnung "Rümpker Porte". Der Visitationsbericht von 1716 spricht von einer "capella benedicta".

Die Verwahrlosung der Kapelle veranlasste eine erzbischöfliche Kommision, ihre Einverleibung in das Kirchenvermögen anzuordnen. Diese Verfügung wurde offenichtlich nicht verfolgt, denn im Visitationsbericht von 1799 wurde erneut vorgeschlagen, den Kapellenfonds der Kirche einzuverleiben. Im Jahre 1846 schenkten die nicht mehr in Freienohl ansässigen Erben Holzapfel die Kapelle der Gemeinde, die sie auf den neu angelegten Friedhof versetzten.

Die Glasfenster sind aus dem Jahre 1948.  Sie wurden gestaltet von Martin Pautsch mit dem Thema "Grablegung und Auferstehung".

Kreuzkapelle Freienohl

Kreuzkapelle

Nach dem zweiten Weltkrieg hatte sich die Zahl der evangelischen Christen in Freienohl erheblich vergrößert, da mit dem Flüchtlingsstrom auch neue Gemeindemitglieder kamen. Anfangs wurde der Gottesdienst im Tanzsaal eines Hotels gefeiert, später stellte die katholische Kirchengemeinde den evangelischen Christen ihren Raum zur Verfügung. 1956 hatte die evangelische Gemeinde ca. 400 Angehörige. Der Wunsch nach einer eigenen Kirche ist also verständlich.

Dank des unermüdlichen Bemühens von Pfarrer Graf aus Oeventrop gelang es mit Unterstützung der Amtsverwaltung am Ostausgang des Ortes, unmittelbar am Ufer der Ruhr (Plastenberg), ein Grundstück zu erwerben.

Am Sonntag, dem 29. Juli 1956 fand die Grundsteinlegung zum neuen Gotteshaus statt. Am 22. Dezember 1957 konnte das neue Gotteshaus, die Kreuzkapelle, durch Oberkirchenrat Dr. Rahe, Bielefeld, eingeweiht werden.

Kapelle Maria Königin

Kapelle Maria Königin

Am 2. Küppelweg wurde eine neue kleine Kapelle erbaut mit einer Marmor-Statue als Nachbildung der Madonna von Medjugorje in der Herzegovina.

Der Künstler, der dieses Marienstandbild geschaffen hat, ist Dino Chieri.

Foto: alte Ansicht Küppelturm

Freienohl

Geschichte