Kirchen und Kapellen
Pfarrkirche St. Severinus
Die Caller Pfarrei wurde erstmals im Jahre 1042 erwähnt.
Die Severinus-Kirche wurde in den Jahren 1853-1858 anstelle des Vorgänger-Bauwerks (das 1823 wegen Baufälligkeit gesperrt werden musste) gebaut als Zentrum des Kirchspiels Calle, das damals 15 Ortschaften umfasste (von Schüren bis Berge und Wennemen).
Dies erklärt die für einen kleinen Ort ungewöhnliche Größe.
In der kürzlich renovierten Pfarrkirche ist besonders erwähnenswert der Hochaltar aus dem Jahr 1636 mit 5 Tafelbildern und 5 Heiligenskulpturen.
Die romanische Madonna auf dem Rosenkranzaltar stammt aus dem Jahr 1250, das Vortragekreuz aus dem Jahr 1600. Aus der Bauzeit der Kirche stammen die Heiligenfiguren an den Säulen und die Kanzel.
Wallfahrtskapelle auf dem Halloh
Die Wallfahrtskapelle auf dem Halloh zur "Schmerzhaften Mutter" aus dem Jahr 1686 (erweitert 1936) liegt am Treffpunkt von drei Kreuzwegen - von Berge, Calle und Wallen.
Für einen Wallfahrtsort ist die Bezeichnung "Halloh" ungewöhnlich und nicht eindeutig zu klären. Wahrscheinlich handelt es sich bei diesem zentral im alten Kirchspiel Calle gelegenen Ort um eine helle, freie Stelle, an der sich eine altgermanische Opferstätte befand. Die Wortsilbe "loh" soll darauf verweisen.
Das Halloh war auch eine Station des großen Soester Totenweges, auf dem die Verstorbenen aus Soest nach Wormbach überführt wurden.
Der Altar in der Kapelle, ein sog. Vesperbild, entstand um das Jahr 1700.
Die wertvolle Pieta stammt aus dem frühen 18.Jahrhundert.
Die Holzdecke im alten Teil der Kapelle ist ganzflächig bemalt. Dargestellt wird Gottvater, der von Passionssymbolen umgeben ist. Er stürzt Tod und Teufel ins Verderben. Ob das Signum "J. Hoffmann Nuttlar 1874" auf die Entstehung weist, ist offen.
Die auf dem Dachboden der kleinen Nebenkapelle bei Dachreparaturen wiedergefundenen alten Krücken von Pilgern waren lange Jahre verschollen.
Kapelle "Beatae Mariae Virginis"
Erbaut wurde die Kapelle "Beatae Mariae Virginis" an der Landstraße von Meschede nach Calle im Jahr 1727 vom Geheimen Rat Friedrich Wilhelm Graf von Westphalen.
In der Kapelle wurde über die Jahrhunderte für das Gedeihen der Feldfürchte gebetet. Mehrere Prozessionen von der Pfarrkirche zur Kapelle fanden im Jahrslauf statt, von denen die Prozeesion am Bittsonntag erhalten geblieben ist.
Der Grundriss der Kapelle ist ein Oktagon, auffällig ist das schön geschwungene barocke Dach.
Im Laufe der Jahre wurde die Kapelle immer wieder vom Verfall bedroht und musste restauriert werden; solche Restaurierungen waren z. B. im Jahr 1852, um 1920 und zuletzt von Grund auf ab 1993. Damals wurden im Rahmen der Altar-Restaurierung auch die 1971 gestohlenen 3 Figuren ersetzt.
Kapelle St. Johannes Nepomuk
Die Kapelle St. Johannes Nepomuk in Mülsborn an der Landstraße von Meschede / Calle nach Schüren stammt aus dem Jahr 1730.
Kapelle in Büenfeld
