Historische Gebäude


Foto: Gebäude der Berger Mühle

Berger Mühle

Etwas abseits der Straße von Berge nach Wenholthausen liegt am Ortsausgang die "Alte Wassermühle".

Bis in die achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts war "Heinemanns Mühle" noch in Aktion, dann holte das große Mühlensterben in Deutschland auch die Berger Mühle ein. Großbetriebe hatten den kleinen Mühlen buchstäblich das Wasser abgegraben.

Seit 1991 wurde die Berger Mühle aber durch die neuen Besitzer in Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt, dem Land, dem Hochsauerlandkreis und der Stadt Meschede liebevoll restauriert.

Allerdings sind die uralten Wasserräder neuzeitlichen Turbinen gewichen, mit denen Strom erzeugt wird, der das Überleben der Mühle sichert.

Beim Rundgang durch die Mühle sieht man die alten Mahlwerke und Abfüllmaschinen, das Stauwehr, den wiederhergestellten "Backes", den Gewölbeofen, in dem das duftende, gesunde Schrotbrot gebacken wird, und nicht zuletzt lädt das urige Mühlencafe zum Verweilen ein; liebevoll mit alten Möbelstücken ausgestattet, bietet es einen gemütlichen Platz unter niedrigen Deckenbalken.

Gemeinsam mit dem Biergarten auf dem Mühlengelände lädt das Mühlencafe neben den Besichtigungen zu Gruppenbesuchen und Feiern ein.

Die Mühle wird betrieben von
der Familie
Ulrich Nieswand, Tel. 02903 / 85 01 01 

Anschrift:
Oberberger Straße 11a
59872 Meschede

Foto: Haus Berghoff

Haus Berghoff

Eines der schönsten Fachwerkhäuser in Berge ist das Haus Berghoff. Es wurde im 18. Jahrhundert erbaut, ist ein gut gepflegtes Bauernhaus und bewohnt.

Die Landwirtschaft spielt bei diesem Hof nur noch eine marginale Rolle.

Das Haus ist in die Denkmalliste der Stadt Meschede eingetragen worden am 09.12.1992.
Als Begründung hierfür wird angegeben:

Bäuerliches Haupthaus vom Typ des niederdeutschen Hallenhauses mit längs-aufgeschlossener Deele aus dem Jahre 1785. Wie für die Region im ausgehenden 18. Jahrhundert typisch, besteht das Obergeschoß des Gebäudes durchgehend aus Fachwerk, während das Erdgeschoß von Beginn an in weiten Teilen massiv ausgeführt war. Ebenso typisch sind der Schmuck- und Inschriftenreichtum des Wirtschaftsgiebels. An Veränderungen sind die Vergrößerung der Fensterformate im Bereich des Erdgeschoßes, die zweigeschossige Unterteilung der Diele mit dem Tiefersetzen des Torsturzes und die Schmälerung der Diele zu nennen. Diese Veränderungen haben die Zeugniskraft des Gebäudes nicht entscheidend geschmälert. Es gehört zur ältesten erhaltenen Bestandschicht an ländlichen Profanbauten in Meschede überhaupt und ist somit ein wichtiges Zeugnis der Bau-Wohn- und Wirtschaftsweise des ausgehenden 18. Jh. Baudenkmal aus wissenschaftlich- hauskundlichen, volkskundlichen und ortsgeschichtlichen Gründen.

Interessant ist die Inschrift. Der Text im oberen Balken lautet:

Geschehen den 2. August ANNO 1785 von Adam Eegert und Gertrudis Voigt

Glaub, Lieb, Treu und Recht
Diese haben sich schlafen gelegt.
Wann diese werden wieder auferstehen,
so wird es der Welt wieder besser gehen.
     LAUS DEO SEMPER

Über der Haustür steht:

SANT AGATA, O CHRISTI BRAUD
DIS HAUS SOLL DIR SEIN ANVERTRAUD.
BEWAHRE ES VOR FEUERS BRUNST
O, AGA, BITE FÜR UNS.

Darunter nicht ausgemalt

DAS+CREUTZ+IST DER+BESTE+RAHUM
ES+GLEICHENxFINTD+MAN+KAUMx

Links davon im Balken:

BAHNIN HAT HR IST, WAS ES KOST
DAS HABE ICH NICHT GEWHLDT

Vergleichbare Inschriften zeigen den Spruch so:

Bauen hat Lust,
was es kost Das habe ich nicht gewusst.

Rechts weiter:

WAN ICH ES HABE NACH ZU FOREN BEDACHT,
SO HETE ICH ES NACH ANDERS GEMACHT
.