Grevenstein
Die Grafen von Arnsberg gründeten auf einer Bergkuppe an der Arpe um 1320 eine Stadt, die 1327 mit Mauer und Graben befestigt war. Die erste sichere Erwähnung Grevensteins stammt aus dem Jahr 1324. Diese Urkunde, sie beinhaltet einen Güteraustausch, wurde von dem Bürgermeister Johannes bezeugt, was darauf schließen lässt, dass bereits eine Stadt vorhanden war. Unter Lösung von Wenholthausen wurde Grevenstein 1364 selbstständige Pfarrei. Die Stadt Grevenstein war eng um die gräfliche Burg gebaut. Mit dem Übergang der Grafschaft Arnsberg an Köln verlor Grevenstein seine eigentliche Bedeutung, da die Burg nun nicht mehr als Grenzfeste sondern nur als Stützpunkt zwischen Arnsberg und Fredeburg diente. Schon Hermann V. von Wied beschrieb Anfang des 16. Jahrhunderts die Burg als ein verfallenes Bauwerk. Von den vier Burgmannen behielten nur die v. Schade bis ins 19. Jahrhundert ihren Burgsitz in Grevenstein bei. Nach dem Verkauf der Grafschaft wurde das Freigericht in Grevenstein abgehalten. Bis zur hessischen Zeit hatte dort ein landesherrliches Gericht seinen Sitz, das sich auf die Stadt beschränkte. Das Gericht war zuständig für alle Zivilgerichtssachen der Einwohner. Es war nur Untersuchungsgericht für Kriminalsachen, die Entscheidung lag bei der Regierung in Arnsberg. Die Stadt Grevenstein musste im Jahr 1632 einen Teil ihres Grundeigentums verpfänden, um die Kontributionen bestreiten zu können, . 1746 brannte fast die ganze Stadt ab. Nach dem Verfall der Mauer erweiterte sich der Ort seit dem 18. Jahrhundert ins Tal. 1807 kam Grevenstein zum Amt Eslohe. 1817 bildete die Stadt mit anderen Ortschaften die Bürgermeisterei Hellefeld. 1843 legte erneut ein Feuer den größten Teil Grevensteins in Schutt und Asche. Die wirtschaftlichen Verhältnisse zu Anfang des 19. Jahrhunderts waren eher dürftig. Ein großer Teil der Eingesessenen war arm. Gewerbe und Verkehr waren so gut wie gar nicht vorhanden. Ein Teil der Bauern musste nebenbei als Waldarbeiter tätig sein. Die Höhenlage, der schlechte Boden sowie die Abgeschlossenheit des Ortes von allem Verkehr war für die wirtschaftliche Entwicklung sehr hemmend. Durch den Ausbau der Straßenverbindungen versuchte man diesem Nachteil entgegenzutreten.
Im Jahre 1824 liegen die Anfänge der Veltins Brauerei, durch die der Name Grevenstein inzwischen weithin bekannt geworden ist.
