Der Siebenjährige Krieg


Der Siebenjährige Krieg (1756-1763)

In der Zeit des siebenjährigen Krieges hatten die Einwohner Freienohls durch Einquartierungen und durchziehende Truppen viel zu leiden. Die Bauern mussten Knechte stellen und ihre Pferde abgeben. Korn, Stroh und Heu wurden requiriert. Die Zahl der zugeteilten Söldner wurde mit Kreide an die Dehlentür geschrieben.

Eine Einquartierungsliste aus dem Siebenjährigen Krieg befindet sich noch im Pfarrarchiv. In einer Nacht wurden im Herzogtum Westfalen 1.200 Rekruten aufgestellt. Das Reich erhob besondere Schatzungen (Steuern): So musste Freienohl auf einmal die Steuersumme von 300 Rthlr. "an gutem Silber" aufbringen. Die Gemeinde sah sich gezwungen, eine Anleihe in Rumbeck aufzunehmen, die später mit 5 % Zinsen zurückgezahlt wurde.

Insgesamt wurden während des siebenjährigen Krieges aus dem Sauerland 6 Millionen Taler Steuern gezogen.

Nach Beendigung des Krieges waren die üblen Folgewirkungen noch lange spürbar. Eine Notiz im Pfarrarchiv berichtet darüber:

"In diesen Jahren ist zwaren der Krieg zu Ende gewesen, aber es haben die Spitzbuben sehr grassiert, also daß am 12. Dezember Siepen Haus zu Oeventrop [stand dort, wo 1938 die Siedlung gebaut wurde] geplündert und die Leute übel traktiert wurden. Sonsten sind auch die Leute durch diesen wohl harten Krieg nicht frommer worden, sondern Hochmut, Wohlleben, Zank und Streit haben sich vermehrt."

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