Freienohl


Freienohler Wappen

Die ehemalige Freiheit Freienohl liegt neun Kilometer von Meschede entfernt. Wann Freienohl "Freiheit" wurde, ist nicht genau zu terminieren.

Albert Hömberg geht in seinem Buch "Die Entstehung der westfälsichen Städte" davon aus, dass der Ort schon seit etwa 1271 eine mit besonderen Privilegien ausgestattete Siedlung war. Er zieht eine missglückte arnsbergische Stadtgründung in Erwägung. Seiner Meinung nach erfolgte die eigentliche Ausgestaltung zur Freiheit mit eversberger (lippstädter) Recht erst im 14. Jahrhundert.

Nach Freienohler Tradition sollen in der Zeit der Erhebung Freienohls zur Freiheit in kommunaler Beziehung zwei Bauernschaften bestanden haben, deren Ursprung bis in die Zeit der Entstehung Freienohls aus zwei Bauernhöfen zurückreichte.  Zwischen beiden Bauernschaften bestanden Streitigkeiten, die im 15. Jahrhundert beigelegt worden sein sollen.

Geschichtliche Entwicklung

Bis zum Verkauf der Grafschaft Arnsberg an Köln war etwa 300 Jahre lang das Wohl und Wehe Freienohls mit dem Wirken der Grafen von Arnsberg verknüpft. Nach dem Verkauf war Freienohl über vier Jahrhunderte kurkölnisch.

Der Dreißigjährige Krieg und die Pest brachten großes Elend in die Siedlung. In der Zeit des Siebenjährigen Krieges hatten die Freienohler Einwohnerinnen und Einwohner durch Einquartierungen und durchziehende Truppen viel zu leiden. Die Freienohler wurden durch besondere Schätzungen dazu gezwungen, in einem Nachbarort Anleihen aufzunehmen.

In der hessischen Zeit wurde auf Veranlassung Napoleons die neue Hauptstraße durch Freienohl gebaut.

Unter den Preußen wurde 1842 der Sitz der Amtsverwaltung von Hellefeld nach Freienohl verlegt.

Die Einwohner Freienohls waren meist kleine Bauern, Handwerker, Waldarbeiter und Holzfuhrleute. Die Menschen lebten im 18. und 19. Jahrhundert in schlechten wirtschaftlichen Verhältnissen. Als Folge hiervon wanderten z. B. um 1764 mit westdeutschen Siedlern 23 Familien von Freienohl in das südungarische Gebiet aus. Um 1850 verließen etliche Freienohler infolge politischer Unzufriedenheit und wirtschaftlicher Not ihre Heimat und verzogen nach Amerika.

Holzmanufaktur und Luftkurort

In einer Darstellung der gewerblichen Verhältnisse im Herzogtum Westfalen aus dem Jahr 1812 wurde u. a. vermerkt, dass die Holzmanufaktur in Freienohl bedeutend sei. Weiter findet man in der Beschreibung des Regierungsbezirks Arnsberg als Randvermerk zur Ortschaft Freienohl den Hinweis, dass dort bedeutender Handel mit hölzernen Waren getätigt wurde.

Eine große Menge dieser Produkte wurde über Holland nach Amerika versandt. Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts war das Sauerland ein beliebtes Ziel für Ausflügler und Wanderer. 1936 erhielt Freienohl die Berechtigung, die Bezeichnung "Luftkurort" zu führen. Nach dem 2. Weltkrieg war es ein Hauptanliegen der Gemeinde, die wirtschaftliche Situation des Ortes zu verbessern. Unter großen Opfern wurden Betriebe angesiedelt. In Freienohl gibt es heute neben mehreren kleineren Firmen u. a. eine Beleuchtungskörperfabrik sowie eine Bootsfabrik.

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