| Zeitraum |
Ereignis |
| 700-100 v. Chr. |
Anlage einer Wall- und Fliehburg in der Stesse |
| 770-900 |
Anlage und Ausbau der Hünenburg. Sie war Wohnsitz der Grafen des Lochtropgaues, der das obere Sauerland umfasste. |
| Um 800 |
Reichsunmittelbare Gaugrafschaft, die sich aus den Kirchspielen Calle, Hellefeld und Freienohl zusammensetzte. Calle wird eine der Urpfarreien des Sauerlandes |
| Um 875 |
Gründung des adeligen Damenstiftes durch Emhildis, die vermutlich aus dem Hause der Grafen des Lochtropgaues von der Hünenburg stammte. Ihr Name wird erstmalig 1209 urkundlich erwähnt. |
| Um 900 |
Bau der ersten Stiftskirche, von der heute noch die Ringkrypta erhalten ist. |
| 913 |
Erste Erwähnung des Stiftes Meschede in einer Urkunde von König Konrad I. Er verleiht dem Stift auf Bitten des Grafen Heriman die Rechte auf Immunität und freie Äbtissinenwahl. |
| 958 |
König Otto I. schenkt dem Stift die Einkünfte aus Zoll und Markt. |
| 997 |
Otto III. schenkt dem Stift Meschede den Haupthof zu Stockhausen |
| Um 1020 |
Äbtissin Hitda schenkt dem Stift ein kostbares Evangelienbuch. |
| 1042 |
Erstmalige Erwähnung von Kirche und Dorf Calle, die mit 8 Hufen und den Zehnten dem Stift Meschede geschenkt werden. Calle wird bedeutender Zentralort mit Wallen, Berge, Olpe, Wennemen, Stockhausen, Stesse, Mülsborn, Schüren, Bockum, Giesmecke und Freienohl |
| 1093-1124 |
Graf Eberhard von Arnsberg erbaut die Burg zu Eversberg |
| 1203 |
Laer wird zuerst in einer Urkunde der Äbtissin Jutta von Meschede aus dem Jahre 1203 dadurch sicher bezeugt, dass Heinrich von Lare als Kämmerer des Stifts Meschede und ein Robert als Meier zu Lare tätig sind. |
| 1242 |
Graf Gottfried III. von Arnsberg verleiht Eversberg das Lippische Stadtrecht, eigene Münz- und Gerichtsbarkeit sowie die freie Markennutzung. - Baubeginn der Stadtkirche |
| 1242 |
Erste urkundliche Erwähnung Remblinghausens (Sifridus de Remelinchusen) |
| 1242 |
Die schriftliche Überlieferung Visbecks beginnt mit dem Namen des Ritters Conrad von Visbeck, der 1242 auf seine Ansprüche an die von ihm verkauften Güter in Nuttlar verzichtet. |
| 1247 |
Erzbischof Konrad von Köln erteilt der Stadtkirche Eversberg das Tauf- und Begräbnisrecht und erhebt sie zur Pfarrkirche "St. Joannis evangeliste" |
| 1263 |
Die Pfarrei Remblinghausen wird selbständiger Pfarrbezirk, das Stift Meschede hält hierfür das Präsentationsrecht |
| 1272 |
Freienohl wird erstmals urkundlich erwähnt und mit dem Status "Freiheit" versehen |
| 1281 |
Graf Ludwig von Arnsberg, zu dessen Grafschaft das Kirchspiel Calle und damit auch die Ortschaft Wennemen gehörte, belehnt den Wychard von Ense mit halbem Zehnten in "Wenneme". |
| 1310 |
Erzbischof Heinrich wandelt das Damenstift in ein Kanonikerstift um. |
| 1324 |
Erste urkundliche Erwähnung Grevensteins. Die Burg ist zu diesem Zeitpunkt schon ausgebaut und befestigt. Es gibt bereits einen Bürgermeister |
| 1331 |
Wehrstapel wird als Gut des Stifts Meschede erstmalig erwähnt (Wedestapel) |
| 1339 |
Pestepidemie in Eversberg |
| 1364 |
Die Kapelle in Grevenstein wird zur Pfarrei erhoben |
| 1364/66 |
Die Freiheit Freienohl erhält von Graf Gottfried IV. von Arnsberg Lippstädter Recht. Allmähliche Verschmelzung der beiden bisher auf Eigenständigkeit bestehenden Bauernschaften / Kirchengemeinden |
| 1368 |
Graf Gottfried IV., der letzte Graf von Arnsberg, verkauft die Grafschaft Arnsberg an den Fürstbischof von Köln. |
| 1368 |
Grevenstein wird Sitz eines Freigerichts und eines landesherrlichen Gerichts für die Angelegenheiten der Bürger. Burg Grevenstein verliert ihre Schutzfunktion gegen den Fürstbischof von Köln und verfällt |
| ca. 1380 |
Freienohl wird eigene Pfarrei und von Calle "abgepfarrt" (Rumbecker Urkunde) |
| 15. Jht |
Freienohl gehört indirekt der Hanse an (als Beistadt Arnsbergs, die Soest zugeordnet war, Hansestadt dritten Ranges) |
| Um 1425 |
Kunecke Vesvogel läßt sich als erste Klausnerin bei der Mescheder Klausenkapelle nieder und legt damit den Grund für das spätere Dominikanerinnenkloster auf der Klause und in Galiläa. |
| 1483 |
Henneke von Beringhausen und seine Frau Margareta Hückelheim schenken den Dominikanerinnen auf dem Klausenberg in Meschede ihren Besitz Hückelheim. 1484 bauen diese hier ein Kloster, das sie Galiläa nennen |
| 1486 |
Die Bürger der Freiheit Meschede geben sich in der "Bürgersprache" ihre eigene Gemeindeordnung. |
| 1548 |
Erste urkundliche Erwähnung Schürens als Stammsitz der adeligen Familie von Kleinsorgen (bis 1842) |
| 1586 |
Erstes Rathaus in Meschede |
| 1602 |
Der Paderborner Hofmeister Heinrich von Westphalen kauft Laer |
| 1606-1669 |
Schloß Laer wird im Stil des westfälischen Barock erbaut. |
| Um 1635 |
Lingscheider und Birmecker Kapelle (Eversberg) werden errichtet |
| 1636 |
Pest im Sauerland. Die Caller Kirche bekommt im Pestjahr einen Hochaltar des Bildhauers Kolhuisen mit fünf wertvollen Heiligenfiguren |
| 1644 |
Oberst von Loen, Burgmann zu Menden, kommt durch Tausch in den Besitz des Gutes Olpe |
| 1668-1669 |
Erneute Pestepidemie in Eversberg. 1669 Bau der Rochuskapelle |
| 1716 |
Meschede wird die Tuchmacherordnung verliehen |
| 1737-1738 |
Ruhrepidemie mit 250 Erkrankten und über 50 Verstorbenen in Eversberg. Aufgrund eines Gelöbnisses der Stadt wird 1739 die Luzienkapelle erbaut |
| 1742 |
Einrichtung der ersten Fußpost von Arnsberg über Meschede nach Brilon. |
| 1746 |
Grevenstein brennt fast vollständig ab. Darauf siedeln viele Bürger in der Ebene (Ostfeld) |
| 1750 |
Rathaus Eversberg wird als Fachwerkbau errichtet |
| 1753 |
Die St. Nikolaus-Kirche Freienohl wird erbaut |
| 1768-1770 |
Die Freiheit Meschede baut eine steinerne Ruhrbrücke. Aufstellung des Nepomuk-Standbildes. |
| 1780 |
Einrichtung der ersten Reitpost. |
| 1788 |
Zusammenlegung von Kirchspielspfarrei Mariae Himmelfahrt und Stiftspfarrei zur Pfarrei St. Walburga in Meschede. Erster Pfarrer der Gesamtpfarrei war Ferdinand Arndts (1791 - 1808) |
| 1803 |
Durch den Reichsdeputationshauptschluß fällt das Herzogtum Westfalen an Hessen-Darmstadt: Stifte und Klöster werden säkularisiert. |
| 1805 |
Das Stift Meschede wird aufgehoben, der Besitz beschlagnahmt. Darunter auch der Hitda-Kodex. |
| 1810 |
Die Klosterkirche von Galiläa wird zur ersten evangelische Kirche in Meschede umgewidmet |
| 1815 |
Im Wiener Kongress wird Westfalen den Preußen zugesprochen. |
| 1816 |
Unter der Bezeichnung "Berger Gewerkschaft" entstehen die "Mittelberger Eisenhütte" und der "Berger Eisenhammer". |
| 1818 |
Meschede (181 Wohnhäuser) überrundet das Kirchspiel Calle (150 Wohnhäuser) erstmals an Größe |
| 1824 |
Der Gastwirt Franz Kramer gründet die Grevensteiner Brauerei und verkauft sie 1852 an Clemens Veltins. Heute ist die Veltins-Brauerei eine der bedeutendsten Privatbrauereien Deutschlands |
| 1826-1853 |
In Galiläa erste evangelische Schule in Meschede. 1853 wird die Schule zum Pfarrhaus in die Schützenstraße verlegt |
| 1827 |
Erster evangelischer Pfarrer wird in Meschede in sein Amt eingeführt |
| 1832 |
Der Kreissitz wird von Eslohe nach Meschede verlegt und der Kreis in "Kreis Meschede"umbenannt (25.9.) |
| 1837 |
Die St. Severinus-Kirche Calle wird wegen Einsturzgefahr geschlossen. Gottesdienste werden vorübergehend in der Halloh-Kapelle, dann in einer Notkirche gefeiert |
| 1839 |
Bau der Christus-Kirche in Meschede. Erste evangelische Kirche |
| 1842 |
Amtssitz wird von Hellefeld nach Freienohl verlegt |
| 1850 |
Wassermühle in Berge wird erbaut.Die Anlage bietet heute eine Übersicht über die Mühlenentwicklung seit der Mitte des 19. Jahrhunderts |
| 1853-1858 |
Neubau der St. Severinus-Kirche Calle |
| 1852 |
Eröffnung der "Ernestinischen Krankenanstalt" in Meschede. |
| 1854 |
Das Bürgermeisteramt wird von Eversberg nach Velmede verlegt |
| 1856 |
Die Samtgemeinde Eversberg wird in "Amt Eversberg" umbenannt |
| 1863 |
In Meschede wird eine Telegraphenstation eingerichtet. |
| 1870 |
Durch den Bau des Eisenbahntunnels wird vielen Brunnen Freienohls das Wasser entzogen. Freienohl erhält Wasserleitungen und eine Pumpanlage |
| 1871 |
Regelmäßiger Personen- und Frachtgutverkehr mit der Eisenbahn, die bis Meschede fertiggestellt ist. |
| 1872 |
Am 1. Juli fährt die erste Eisenbahn durch Eversberg bis Nuttlar |
| 1873-1887 |
Kulturkampf in Preußen mit Auswirkungen auf das Sauerland |
| 1881 |
Friedhof Eversberg wird vom Kirchhof "Auf den Heustern" verlegt |
| 1893 |
Bau der ersten Wasserleitung in Eversberg vom Stimm-Stamm mit Hochwasserbehälter (Schloßberg). |
| 1898 |
Einrichtung des ersten Mescheder Telefonamtes. |
| 1900 |
Die Pfarrvikarie Wehrstapel (Pfarrei Eversberg) erhält eine eigene Kirche |
| 1900 |
Lex erzeugt erstmalig elektrischen Strom in Meschede. |
| 1905 |
Einweihung der ersten Hennetalsperre. |
| 1905 |
Grevenstein erhält eine öffentliche Wasserversorgung. Die großzügige Spende des in Amerika lebenden Pfarrer Nagel ermöglicht die Anlage von Wasserleitungen |
| 1905 |
Visbeck erhält eine öffentliche Wasserversorgung |
| 1909 |
Umbenennung des Amtes Eversberg in "Amt Bestwig". Erstes elektrisches Licht in Eversberg(30. November) |
| 1912 |
Adolf von Braucke gründet in Berge die Drahtzieherei "Drahtwerke Bergerhammer"; heute gehört das Werk zu einem bedeutenden Elektrogerätehersteller |
| 1917 |
Fritz Honsel kauft Gelände im Ruhrtal und verlegt seinen Betrieb von Werdohl nach Meschede. |
| 1917 |
In Remblinghausen wird die öffentliche Stromversorgung eingeführt |
| 1918-1919 |
Pockenepidemie in Eversberg mit 45 Erkrankten und 5 Toten |
| 1919 |
Franz Hoffmeister gründet den Sauerländer Heimatbund. |
| 1921 |
Berge und Wennemen werden eigenständige Pfarreien |
| 1927 |
In Meschede wird das Blindenheim gegründet |
| 1928 |
Benediktinerorden aus St. Ottilien gründet Niederlassung in Meschede |
| 1932 |
Missionsbenediktinerinnen aus Tutzing gründen in Olpe (Feldmann'sche Villa) ein Noviziat |
| 1932 |
Erbauung des Küppelturms in Freienohl |
| 1932 |
Gründung des Luftsportvereins Meschede in Schüren durch die Pioniere des Segelflugs Arnold Flues und Karl Selling, dem der Graf von Westphalen eine Baracke für die Segelflugschule schenkt |
| 1932-1934 |
Bau des Benediktinerklosters in Meschede |
| 1934 |
Das Walburga-Krankenhaus wird eröffnet. Das bisherige Krankenhaus wird als Altersheim eingerichtet. |
| 1939 |
Eröffnung der Segelflugschule in Schüren |
| 1944 |
Beginn zahlreicher Fliegerangriffe auf die Stadt, die zu fast 80 Prozent zerstört wird. |
| 1949 |
Die Honsel-Werke werden von der Demontageliste gestrichen. Der Wiederaufbau des Werkes beginnt. |
| 1955 |
Einweihung der neuen Hennetalsperre. |
| 1956 |
Das Benediktiner-Priorat in Meschede wird zur Abtei erhoben |
| 1975 |
Kommunale Neuordnung. Die bis dahin selbständigen Städte und Gemeinden Calle, Eversberg, Freienohl, Grevenstein, Meschede, Meschede-Land, Remblinghausen und Visbeck bilden die neue Stadt Meschede. |