Geschichte des Stiftes Meschede
Von den Ursprüngen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts
Umfangreiche Darstellung der Stiftgeschichte von den Anfängen in karolingischer Zeit bis zur Auflösung in der Säkularistion mit den Namen der Äbitissinnen, soweit sie bekannt sind, beschreibung der wirtschaftlichen Verhältnisse, dem Übergang zum Kanonikerstift und vielen Einzelheiten.
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Grundherrschaft im Mittelalter
Bis zum Ende des Mittelalters konnten sich die klösterlichen Einrichtungen großzügiger Spenden/Landschenkungen erfreuen.
Auch das Stift Meschede gelangte seit seiner Gründung infolge von Schenkungen seitens der Verwandtschaft der Stiftsdamen, mehrerer Könige und der Erzbischöfe von Köln zu weitreichender Bedeutung und wurde zu einem der reichsten Stifte Westfalens mit nahezu fürstlicher Hofhaltung. Das Vermögen des Stiftes bestand allerdings überwiegend in einem ausgedehnten Besitz an Grund und Boden.
Die Grundherrschaft des Stiftes bestand bis um das Jahr 1300 aus ca. 40 Fronhöfen ("curtes" genannt) mit etwa 300 dienst- und abgabenpflichtigen Hufengütern. Der Gesamtbesitz belief sich zu dieser Zeit auf etwa 6500 ha. Er war allerdings räumlich über eine Vielzahl von Ortschaften weit verzweigt (Streubesitz), so daß das Stift - auf gleiche Art und Weise wie die anderen Grundherren der Zeit - seinen Besitz nur durch die Fronhofverfassung verwalten konnte. D. h., innerhalb der Grundherrschaft wurden kleinere Verwaltungsbezirke gebildet, die je in einem Fronhof als dem Sitz der lokalen grundherrlichen Verwaltung ihren Mittelpunkt erhielten, indem eine bestimmte Anzahl von Hufen diesem Fronhof zugewiesen wurden. Der Pächter des Fronhofs hatte die Aufgabe, die Pacht beim Stift abzuliefern. Man bedenke vor allem die Straßen- und Verkehrsverhältnisse der Zeit, die nicht besser als zu Caesars Zeiten waren.
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Die Pröbste des Stiffts, Aufgabe und Funktion des Stifts
