Bergbau in Meschede
Zu beginn des 18. Jahrhunderts erschien unter dem Titel:
"MAGNALIA DEI IN LOCIS SUBTERRANEIS oder Unterirdische Schatz-Kammer aller Königreiche und Länder"
ein Buch, das die Bergwerke der ganzen Welt aufzählte.
Auf Seite 81 wird der Bereich Köln in Europa wie folgt beschrieben:
VII Cölln/
ARCHI-EPISCOPATUS COLONIENSIS, ein Ertz-Bisthum/ gräntzet mit Jülich/ Cleve und Bergen / hat einige Silber / Bley/ Kupffer-und Eisen-Bergwercke; aus diesem Land kömmt die beste Kreyde oder terra alba zum Schreiben / viel Cadmia gelblicher Gallmey-Stein.
- Arensberg, ein Flecken/ hat Kupffer-und Antimonien-Ertz/ auch viel Eisenstein/ darin man gediegen Gold findet.
- Bruns-Cappel, liegt im Cöllnischen Sauer-Lande/ hat schöne Kupffer-Ertze/ darunter das buntfärbige oder Pfauenschweistige dem Ungarischen zu Neusohl sehr gleich; die Gruben/ aus welchen Erze zu tage kommen/ heissen das grosse und kleine Himmelreich.
- Brilon, ein Städtgen/ liegt zwey Stunden von Bruns-Cappel/ wo ein ordentlich Berg-Amt/ die meiste Gruben geben allhier Silber/ Bley/ Kupffer und Eisen-Ertz/ wie auch zweyerley Galley/ gelben und schneeweissen.
- Ohren, liegt im Sauerlande/ hat ein uraltes reiches Kupffer-Bergwerck/ die Ronart genannt.
- Meskede, ein Dorff/ hier brechen Kupffer/ Bley- und Eisen-Ertzen
